Rettung vorm Bagger und "Scheunenfund"

Im Sommer 1989 entdeckte der Baumaschinenmonteur Nikolaus Dziajlo den 1200er VW-Käfer bei einer Baufirma. Mitarbeiter waren gerade dabei, das 34 PS starke Gefährt mit dem Bagger zu zerdrücken. Schnell war sich Dziajlo mit dem Vorbesitzer einig: 200 DM bar auf die Hand und der Besitzerwechsel war perfekt.

Freudig zur Kenntnis nahm der versierte und gelernte Kfz-Mechaniker beim Kauf den Kilometerstand des Tachos. Lediglich 3148 Kilometer hatte die Frau des Vorbesitzers mit dem heutigen Prunkstück von 1968 bis 1978 zurückgelegt und anschließend das Auto für zehn Jahre stillgelegt. "Ich musste ihn deshalb noch einfahren", scherzt Sabine Dziajlo. Als Scheunenfund bezeichnet Nikolaus Dziajlo sein Rennsportauto - ein BMW 1602, Baujahr 1972 mit ursprünglichen 85 PS. Vor fünf Jahren rief ihn ein Schulfreund an und erzählte ihm, er müsse eine Räumung bei einem verstorbenen Bekannten erledigen; in der Scheune stehe ein altes Auto. "Ich hab meinen Hänger genommen, bisserl Geld eingesteckt und bin hingefahren. 300 Euro habe ich bezahlt, das Auto aufgeladen und bin wieder heimgefahren", erzählt Nikolaus Dziajlo.

Oft wird bei Veranstaltungen wie am Wochenende immer wieder dieselbe Frage gestellt: Sind die Autos zu kaufen? Und die Antwort lautet jedes Mal: "Nein." Der VW-Käfer hat mittlerweile einen Liebhaberpreis von über 10 000 Euro, der BMW von über 27 000 Euro. (bsc)
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