Reuth bei Erbendorf.
Verstorben Trauer um Friedrich Böhm

Friedrich Böhm Bild: ang
(ang) Als sich kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs die fußballbegeisterte Jugend in der Gemeinde formierte und 1947 den TSV Reuth ins Leben rief, übernahm Friedrich Böhm bei der Gründungsversammlung den Vorsitz. Knapp sieben Jahrzehnte später nahm am Mittwoch eine große Trauergemeinde Abschied von dem allseits geschätzten Gemeindebürger. Böhm war für den TSV nicht nur Vereinsgründer, er wirkte aktiv bis ins hohe Alter ohne Unterbrechung im Vorstand mit. In seiner letzten Lebensphase musste er sich mit einer kurzen, aber heimtückischen Krebserkrankung auseinandersetzen, am vergangenen Freitag verstarb der 92-Jährige friedlich in seiner häuslichen Umgebung.

Wie die vier Kinder Ottmar, Marie-Luise, Egon und Gudrun bestätigten, umsorgte ihr Vater bis zu seiner eigenen, mit einer schweren Operation im vergangenen Dezember verbundenen Erkrankung noch aufopfernd seine 2013 erkrankte Ehefrau Aloisia, mit der er am 8. Juli dieses Jahres das 65-jährige Ehejubiläum hätte feiern können. Der Verstorbene wuchs in Reuth mit acht Geschwistern auf, schloss die Lehre im Schmiedehandwerk mit der Gesellenprüfung ab, bevor er zum Kriegsdienst abkommandiert wurde, an der Westfront verlor Friedrich Böhm 1944 seinen linken Unterarm. Mit großer Energie stellte er sich nach Kriegsende diesem Handicap, von dem seine Umgebung eigentlich wenig wahrnahm, weil es fast keine Tätigkeit gab, die er nicht selbstständig erledigte. Vielen ist der Verstorbene noch in bester Erinnerung, als am Reuther Bahnhof noch das Leben pulsierte und er dort einen florierenden Kiosk betrieb. Mit seiner Speiseeisherstellung hat er sich einen unauslöschlichen Platz im Gedächtnis vieler Menschen gesichert. Um ihren Opa trauern auch neun Enkel und zwei Urenkel.
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