Richtiger Schub von der Bank

Die HSG-Spielerin Julia Fischer (links) wird von Bianca Zahn gefoult. Die Schmerzen waren schnell vergessen, die HSG Nabburg-Schwarzenfeld siegte am Ende klar. Bild: Baehnisch

Die Frauen der HSG Nabburg-Schwarzenfeld hatten schon oft im Saisonverlauf mit Personalmangel zu kämpfen. Am Samstag war die Bank sehr gut besetzt und das war gegen den TV Münchberg wohl der entscheidende Faktor.

Nabburg/Schwarzenfeld. (söt) Der große Aufwand hat sich gelohnt: In einer hart umkämpften Begegnung gewannen die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld am Samstag in eigener Halle gegen den TV Münchberg verdient mit 29:24.

Trainer Wolfgang Völkl konnte auf ein paar Spielerinnen mehr als vergangene Woche gegen die SG Rimpar zurückgreifen, aber auch die Gäste waren gut aufgestellt. Nach einem 2:2-Zwischenstand schalteten die HSG-Damen einen Gang höher und konnten mit fünf Toren in Folge schnell auf 7:2 vorlegen. Die Abwehr stand zu diesem Zeitpunkt sehr sicher und auch im Angriff zeigten die Gastgeberinnen ihren Zuschauern schöne spielerische Ansätze. Beim Spielstand von 8:3 nahm der Gästetrainer eine Auszeit und wechselte Nina Oertl ein. Mit ihr kam sofort mehr Schwung in das Spiel der Oberfränkinnen und auf Seiten der HSG folgte eine leichte Schwächephase. Ohne Druck spielten die Damen von Trainer Wolfgang Völkl gegen eine immer stärker werdende Münchberger Abwehr, oftmals drohten Zeitspiele und man musste unvorbereitet zum Wurf ansetzen. Diese Bälle nahm der Gast aus Münchberg dankbar an und konnte so die Begegnung bis zur Halbzeit relativ offen gestalten. Der Vorsprung der Gastgeberinnen schmolz, und so ging die Heimmannschaft nur mit einem knappen 15:14 in die Pause.

Stark in der Defensive

Auch nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine offene Partie, bei der sich die HSG-Damen zunächst mit vier Toren auf 18:14 wieder absetzten konnten. Postwendend schafften es die Gäste aus Oberfranken aber, durch leichte Kontertore und schöne Anspiele an ihre Kreisspielerin den Ausgleich zum 18:18 zu erzielen. Danach machte sich jedoch beim TV Münchberg ein Kräfteverschleiß bemerkbar, während die HSG aufgrund mehrerer Wechselmöglichkeiten nochmals zulegen konnte. In ihrer Defensive arbeiteten die Völkl-Schützlinge immer besser, und die daraus resultierenden Ballgewinne wurden mit hohem Tempo zum Torerfolg umgesetzt. Der TV Münchberg versuchte durch eine Manndeckung für Ramona Simbeck das Ergebnis nochmals zu drehen, doch die sich bietenden Lücken nahmen die HSG-Damen dankend an. Der Sieg war nun nicht mehr in Gefahr, so dass es am Ende verdient 29:24 für die Damen der HSG stand.

Bessere Trefferquote

"Ein verdienter Sieg der Mädels", meinte Trainer Völkl nachher. "Spielerisch haben wir an die Leistung von letzter Woche angeknüpft. Heute hatten wir mehr Wechselmöglichkeiten und auch die Trefferquote war besser. Zwar haben wir noch Potenzial nach oben, jedoch bin ich mit dem aktuellen Leistungsstand absolut zufrieden."

HSG-Tore: Stubenvoll 8/5, Fröhlich 5, Schopper 4, Simbeck 4, Fischer 3, Czichon 2, Fiala 1, Desing 1, Luley 1
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