Rieden nahezu schuldenfrei

Davon kann manch andere Gemeinde nur träumen: Rieden ist zum Ende dieses Jahres nahezu schuldenfrei. Konkrete Zahlen dazu, aber auch zu anderen Bereichen, präsentierte Bürgermeister Erwin Geitner bei der Bürgerversammlung.

Die Marktgemeinde hatte (jeweils am 31. Dezember) 2013 insgesamt 2876 Einwohner, 2014 waren es 2884 und heuer, am 17. November, 2910. Verteilt auf Rieden mit den Ortsteilen Hirschhof, Kammerlhof, Kreuth, Reindlhof, Taubenbach und Schön sind es 1919 Personen, davon 961 Männer und 958 Frauen. Vilshofen mit den Ortsteilen Brunnschlag, Ettsdorf, Gattershof, Hammerberg, Vilswörth und Fischeröd bewohnen 901 Personen, davon 462 Männer und 439 Frauen. Siegenhofen hat 64 Einwohner, 28 Männer und 36 Frauen.

Insgesamt sind 511 Personen über 65 Jahre alt (17,72 %) und 108 über 80 (3,74 %). Derzeit leben in Rieden 117 Ausländer aus 23 Nationen (4,02 %) - eine Zahl, die auf die hier wohnenden Flüchtlinge und Asylbewerber zurückgeht. Insgesamt sind laut Geitner in Rieden 52 Asylbewerber gemeldet, und zwar 20 aus Syrien, 3 aus Äthiopien, 16 aus dem Irak, 4 aus Eritrea, 6 aus der Ukraine und 3 aus dem Kosovo.

2014 sind insgesamt 136 Bürger in die Marktgemeinde zu- und 108 weggezogen. In dieser Zeit gab es hier 14 Geburten (2015 bisher: 16), 18 (10) Eheschließungen und 29 (29) Sterbefälle. Auch zu Gästen und Übernachtungen 2014 am gemeindlichen Campingplatz hatte Geitner Zahlen parat: Insgesamt wurden 5563 Gäste mit 18 502 Übernachtungen verzeichnet. Zum Bedauern des Gemeindechefs haben beide Zahlen bei gewerblichen und privaten Vermietern abgenommen: In der vorjährigen Saison waren es 14 369 Gäste mit insgesamt 50 222 Übernachtungen.

Im Bauamt wurden 2014 insgesamt 33 Bauanträge oder -anfragen registriert. Das Gewerbeamt hat 26 An- und 25 Abmeldungen verzeichnet. Der Verwaltungshaushalt lag 2014 bei 4 329 831,08, der Vermögenshaushalt bei 1 334 444,19 (Gesamthaushalt 5 664 275,27) Euro. Zum 31. Dezember 2014 hatte Rieden 14 250 Euro Schulden.

Bürgermeister Geitner führte die Entwicklung des Haushalts auf die konsequente Finanzpolitik der vergangenen Jahre zurück. Damit sei der Markt Rieden zum 31. Dezember dieses Jahres bei einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1,75 Euro nahezu schuldenfrei. Lediglich ein kleines, "altes Restdarlehen" existiere noch. Eine Umschuldung sei hier nicht sinnvoll. Auch der Abwasserzweckverband Unteres Vilstal, zusammen mit der Mitgliedsgemeinde Ensdorf, sowie der Schulverband Rieden seien schuldenfrei. Damit und wegen der bundesweiten Niedrigzinspolitik kann laut Geitner in die künftige Entwicklung investiert werden.

Erste Projekte wie der Ortsplatz Vilshofen, Arbeiten an den Straßen oder die laufende Sanierung auf dem Campingplatz seien in vollem Gange oder auch schon abgeschlossen. Für weitere Projekte wie die Sanierung des Freibades und der denkmalgeschützten Wieskirche am Pfarrberg, das Feuerwehrhaus Rieden, Baugebiets-Ausweisungen oder Kindergarten und -krippe seien die Weichen gestellt.
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