Riedener SPD fährt mit Kindern im Ferienprogramm nach Hohenburg - Flugschau im Hof fällt aus
Die Geburt einer Fledermaus miterlebt

Der "Fledermaus-Rudi" (links) erzählte den Kindern von der Hufeisennase und ihrer Verwandten. Auch die Eltern hörten gespannt zu. Bild: sön
(sön) 17 Kinder nahm der SPD-Ortsverein im Ferienprogramm zu einem Besuch des Fledermaushauses in Hohenburg mit. Was hinter seinen Mauern vor sich geht, erklärte ihnen Projektleiter Rudolf Leitl.

1961 entdeckte der damalige Leiter des Nürnberger Tiergartens, Dr. Manfred Kraus, im Lauterachtal einige Hufeisennasen. Damals hatte die Ansicht geherrscht, dass diese Art in Deutschland bereits ausgestorben sei. Experten suchten weiter, fanden noch mehr Fledermäuse und 1992 dann in einem Stadel sogar eine Wochenstube. Dies war der eigentliche Beginn des Fledermaushauses.

Das Konjunkturpaket im Jahr 2009 ermöglichte den Ausbau zum aktuellen Stand. Dann zeigte der "Fledermaus-Rudi" den Kindern anhand der eingebauten Kameras die Tiere im Dachgebälk des Stadels.

Hier gab es auch den Namensgeber - die Hufeisennase, mit der die Tiere ihre Ultraschall-Laute aussenden - zu sehen. Als einzige Fledermausart frisst sie im Flug, während sie weiter ihren "Radar" benutzt. Durch die Kameras sahen die Kinder zu, wie sich die Fledermäuse putzen, wobei sie nur mit einem Bein im Gebälk hängen, oder aus einem Wasserbecken während des Fluges trinken. Besonders die Geburt einer jungen Fledermaus erweckte die Aufmerksamkeit der Kinder.

In der Dämmerung flogen die Tiere von ihren Schlafplätzen zu den Balken vor den Fenstern, um sich auf den Weg in den benachbarten Truppenübungsplatz vorzubereiten. Dort finden sie hauptsächlich ihre Nahrung. Schnell geleitete der "Fledermaus-Rudi" die Kinder in den Hof, um mit ihnen die Starts zu beobachten. Spezielle Mikrofone machten die Sonartöne aus der Hufeisennase für die menschlichen Ohren hörbar. Allerdings hatten die Besucher das Pech, das ein Gewitter aufzog. Einige Fledermäuse verließen den Stadel gar nicht, und die anderen nahmen den direkten Weg in ihr Jagdgebiet, ohne vorher die üblichen Runden mit akrobatischen Flugmanövern im Hof zu drehen.
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