Riesenjubel beim TSV Detag

Bei den Wernbergern gab es nach dem 1:0 kurz vor Schluss kein Halten mehr: Torschütze Thimo Luff wurde von seinen Teamkollegen vor Freude fast erdrückt. Der TSV Detag hat nach dem Sieg vier Zähler Vorsprung vor Schwarzenfeld. Bilder: Baehnisch

Der drittletzte Spieltag brachte in der Kreisliga West eine Vorentscheidung an der Tabellenspitze sowie eine große Überraschung: Der TSV Detag Wernberg steht fast als Meister fest, der FC Schwandorf hat es nicht verlernt.

Schwandorf. (aho) Durch einen 1:0-Erfolg beim 1. FC Schwarzenfeld (58) steht der TSV Detag Wernberg (62) dicht vor dem Titelgewinn in der Kreisliga West. Erst drei Minuten vor dem Ende gelang Thimo Luff der entscheidende Treffer in diesem Spitzenspiel, das keinen Sieger verdient hatte. Am nächsten Wochenende könnten die Wernberger mit einem Heimsieg gegen den TSV Nittenau alles klar machen. Schwarzenfeld steht auf jeden Fall als Teilnehmer an der Relegation fest. Von den Verfolgern schaffte die SpVgg Neukirchen-Balbini (51) zu Hause nur ein 0:0 gegen den SF Weidenthal (31). Für den einzigen Heimerfolg des Spieltages sorgte der FC Wernberg (51) mit dem 3:2 über den FC OVI-Teunz.

Dass der 1. FC Schwandorf (4) ausgerechnet beim 1. FC Rötz (38) seine Negativserie beendet, war nicht vorauszusehen. Überraschend kommt nicht nur der erste Sieg des Tabellenletzten, sondern auch das klare Ergebnis von 4:0. Im Derby gegen den TSV Tännesberg (37) zeigte die DJK Gleiritsch (16) nochmals ihr ganzes Können. Allerdings verlor der bereits als Absteiger feststehende Vorletzte mit 0:1.

Das 1:1 zwischen dem TSV Nittenau (30) und dem TSV Winklarn (27) hilft keinem so richtig weiter, beide Teams verharren auf den Plätzen 12 und 13. Den Befreiungsschlag verpasste der FC Schmidgaden (31) durch die überflüssige 0:1-Niederlage gegen den ASV Burglengenfeld II (37), der damit gerettet ist.

1. FC Schwarzenfeld       0:1 (0:0)       TSV Detag Wernberg
Tore: 0:1 (87.) Thimo Luff - SR: Martin Speckner (SG Schloßberg) - Zuschauer: 550 - Gelb-Rot: (90.) Jaroslav Filinger (Schwarzenfeld) wegen wiederholten Foulspiels

(aho) Die Rahmenbedingungen für ein Spitzenspiel in der Kreisliga waren gegeben. Vor einer großen Zuschauerkulisse standen sich im Sportpark die beiden Führenden gegenüber. Durch ein spätes Tor von Thimo Luff gewann der TSV Detag Wernberg mit 1:0 und baute seine Spitzenposition gegenüber dem 1. FC Schwarzenfeld auf vier Punkte aus. Lange Zeit war es ein Spiel ohne taktische Geplänkel. Von Beginn an suchten die Mannschaften die Offensive, sie gingen aggressiv an die Sache heran. Es war zu erkennen, dass hüben wie drüben die Entscheidung gesucht wurde. Allerdings gab es nur wenig klare Torchancen. Bei den Gastgebern vergab Möschl in aussichtsreicher Position, auf der anderen Seite hatte Thimo Luff den Torwart schon ausgespielt, traf dann aber nicht ins Tor. Nach der Pause verflachte das Spiel, die Angriffe wurden zögerlicher und durchdachter. Jetzt war Torsicherung das oberste Gebot. Immer deutlicher wurden die taktischen Maßnahmen der Trainer. Mit zunehmender Spieldauer lief alles auf ein torloses Remis hinaus, das auch den gezeigten Leistungen entsprochen hätte. Drei Minuten vor dem Ende ließ Thimo Luff seine Kameraden und den mitgereisten Anhang jubeln, als er das 1:0 erzielte. Allerdings monierten die Schwarzenfelder vergebens eine Abseitsstellung des Torschützen. Das Aufbäumen der Heimelf in den verbleibenden Minuten war vergebens, die Wernberger Abwehr ließ keine Chancen des Gegners mehr zu und sicherte sich mit dem knappen Sieg wohl die Meisterschaft.

FC Wernberg       3:2 (2:0)       FC OVI/Teunz
Tore: 1:0 (21.) Manuel Winkler, 2:0 (30.) Christoph Lindner, 2:1 (57.) Manuel Löffelmann, 2:2 (68.) Daniel Kiener, 3:2 (78.) Alexander Biller - SR: David Seefried (ASV Cham) - Zuschauer: 140

(she) Obwohl es für beide Mannschaften eigentlich um nicht mehr viel ging, lieferten sie sich ein kampfbetontes Duell, dass der Gastgeber schließlich für sich entschied. In der ersten Spielhälfte dominierte meistens der FC Wernberg, was sich auch in der 2:0-Pausenführung widerspiegelte. Nach Wiederanpfiff schwächelten die Gastgeber eine halbe Stunde und mussten den Ausgleich durch die Gäste hinnehmen. Doch dann übernahmen sie wieder das Kommando, erzielten den Siegtreffer und hatten noch die eine und andere Möglichkeit.

FC Rötz       0:4 (0:1)       FC Schwandorf
Tore: 0:1 (42.) Michael Schicker, 0:2 (49.) Fabian Engler, 0:3 (78.) Christoph Steiner, 0:4 (82.) Istvan Szerletics - SR: Dominik Rem (SV Leonberg).

(rid) Wochenlang war der FC Schwandorf nah dran, jetzt hat es endlich mit dem ersten Saisonsieg geklappt. Und mit 4:0 fiel er beim FC Rötz auch noch sehr überzeugend aus. "Wir haben einen grottenschlechten Tag erwischt", erklärte stellvertretender Spartenleiter Jürgen Meixensperger die Blamage. Im Gegensatz zum Tabellenletzten, der sein bestes Saisonspiel ablieferte und auch in dieser Höhe verdient gewann. Fünf Gelbe Karten zeugen von der Einsatzbereitschaft und dem Siegeswillen der Gäste. Über den Sieg freute sich vor allem Trainer Robert Arnold, der nie aufsteckte und die Mannschaft trotz aussichtsloser Lage bis zuletzt zusammenhielt.

FC Schmidgaden       0:1 (0:1)       ASV Burglengenfeld II
Tor: 0:1 (22./Foulelfmeter) Mario Götzfried - SR: Christoph Busch (SpVgg Vohenstrauß) - Zuschauer: 80 - Gelb-Rot: (85.) Christopher Neidl (Schmidgaden) wegen Meckerns

(aho) Viel zu passiv trat der FC Schmidgaden in der ersten Halbzeit auf. Zwar steuerte der ASV Burglengenfeld II ebenfalls wenig zu einem sehenswerten Spiel bei, doch entschied er das Match durch den von Mario Götzfried verwandelten Elfmeter in der 22. Minute. Im zweiten Abschnitt wurde der FC Schmidgaden stärker, ohne überzeugend zu wirken. Zwingende Möglichkeiten waren nicht zu vermelden. Burglengenfeld zog sich weit zurück und verteidigte den knappen Vorsprung bis zum Ende. Für den Gast war es ein glücklicher Sieg in einer sehr schwachen Partie.
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