"Riesenschritt nach vorne"

Die Chancen, dass ein Radweg von Kohlberg nach Etzenricht gebaut wird, haben sich verbessert. Knackpunkt ist wohl, dass die Verbindung als Teilstück einer Trasse zwischen den beiden Oberzentren Amberg und Weiden gesehen wird.

Bewegung in die Sache kam, als MdB Albert Rupprecht einen Gesprächstermin mit Leitendem Direktor Henner Wasmuth und Gerhard Kederer vom Staatlichen Bauamt Sulzbach-Rosenberg sowie en beiden Bürgermeistern arrangierte. "Wir haben etwas vorangebracht, ein zeitnaher Abschluss scheint machbar", schätzt Rupprecht (CSU) die Lage ein. "Es kann geprüft werden, dass die Kosten vom Freistaat Bayern getragen werden", interpretierte der Abgeordnete die Antwort auf seine Anfrage an Innenminister Joachim Herrmann.

Um für den Fall, dass ein in Aussicht gestelltes staatliches Programm aufgelegt wird, erhielten die Rathauschefs Rudolf Götz und Martin Schregelmann von Wasmuth und Rupprecht den Vorschlag, zeitnah und im Vorgriff ein Gesamtkonzept auszuarbeiten, Grundlagen wie Grundstücksfragen, Streckenverlauf und weitere Details abzuklären und in den Gemeinderatsgremien zu diskutieren. Das Ministerium klärt derzeit den bayernweiten Bedarf. Danach werden Gutachten ausgearbeitet und es folgt die Gewichtung der Anfragen.

Den möglichen Durchbruch sieht Wasmuth darin, dass die Verbindung Kohlberg-Etzenricht als ein Teilstück einer Radwegverbindung zwischen den beiden Oberzentren Amberg und Weiden bilden würde. "Es wird in größeren Netzen gedacht, der Ausbau macht einen Lückenschluss der Verbindung möglich".

Im nächsten Schritt legt Gerhard Kederer einen Grunderwerbsplan und aktuelle Verzeichnisse vor, in denen die aktuellen Eigentümer aufgeführt sind. Ein Großteil der Strecke sei ohnehin im Besitz des Straßenbauamts oder des Staatsforsts. Die Bürgermeister werden ausloten, ob eventuell bestehende Einmündungen und Waldwege beseitigt oder ersetzt werden müssten. Während generell nur von einer Förderung der reinen Radwegbreite auszugehen ist, könnten hier unter Umständen auch die notwendigen Verbreiterungen ohne Kosten für die Kommunen ausgebaut werden.

MdL Rupprecht will auf Basis der Erörterung nun in München den Start der gemeindeübergreifenden Vorarbeiten mitteilen. "Ein Riesenschritt na ch vorne", fasste Baudirektor Wasmuth zusammen.
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