Rittersüpplein lockt

Vorsitzender Richard Pilhöfer (rechts) sieht den eifrigen Kindern bei der Schatzsuche zu.

Unter den grauen Mauern der Burgruine leuchtet ein weißes Zelt. Sind wohl die Ritter wieder zurückgekehrt? Nein, allenfalls die Nachkommen ihrer Lehensleute - sofern sich ein Stammbaum so weit zurückverfolgen lässt.

Die Lichtenegger und viele Gäste aus dem oberpfälzisch-fränkischen Umland versäumten das jährliche Burgfest des Fördervereins nicht. Ein gemütlich-schöner Abend und ein Gottesdienst mit Frühschoppen lohnten den Aufstieg.

Wohl organisiert

Zum Aussichtsfelsen mit den darunter gruppierten Burgresten pilgerten zahlreiche "Stammkunden" vieler Jahre hinauf. Wussten sie doch, dass Vereinsvorsitzender Richard Pilhöfer mit seiner eingespielten "Mann- und Frauenschaft" ein wohl organisiertes kleines Fest und für die Kinder viele Aktivitäten vorbereitet hatte. So füllte sich die Felsterrasse mit den Besuchern, die neben dem Rundblick auf die umgebenden Täler und Hügel urige Gastlichkeit genießen konnten.

Aus großem Kessel

Größter "Lockvogel" war das Rittersüpplein, das von Klaus Söhnlein und Wolfgang Waiz zubereitet worden war und aus dem großen Kessel über offenem Feuer geschöpft wurde. Doch auch die vielen mit Schnittlauch, Griebenschmalz, Obatztem oder Käse belegten Brote, aus dem Steinbackofen von Loos stammend, fanden ihre Liebhaber zu einem kühlen Trunk. Die ältere Generation und die Eltern ließen es sich bei gemütlicher Unterhaltung gut gehen.

In Bastelstube vergnügt

Eingefunden hatten sich auch Hausherrin und Bürgermeisterin Brigitte Bachmann, ihr Vorgänger Altbürgermeister Herbert Steinmetz, einige Gemeinderäte und Bräu Anton Bruckmüller. Die Kinder vergnügten sich in der Bastelstube von Martina Dietrich beim Herstellen von fantasievoll bunten Strohhüten oder schwangen die Lanzen beim Ritterstechen auf ein Wappen.

Später kam noch die Schatzsuche im Sandhaufen nach Murmeln und Süßigkeiten dazu, während die Größeren um ein Feuer saßen und in dieses den Teig zum Stockbrot hielten. Bei einbrechender Dämmerung wurde die ganze Szene vom Licht der Wandfackeln romantisch beleuchtet.

Eindrucksvoll gesprochen

Als Neuerung hatte man sich zu einem Gottesdienst im Grünen entschlossen. Mit einer ansehnlichen Anzahl von Gläubigen waren auch der Posaunenchor Fürnried und der Spontanchor "Zusammenwachsen" zur Burg gewandert. Lektorin Kerstin Bodendörfer-Kellner hielt beim blumengeschmückten Altartisch die Feier mit einer eindrucksvollen Ansprache über den Psalm 23 "Der Herr ist mein Hirte".

Neben den Gebeten und der musikalischen Begleitung der Lieder durch die Bläser unter Erwin Maderer trug der Spontanchor mit Sandra Maderer zur andachtsvollen Gestaltung bei. Es schloss sich ein Frühschoppen mit Getränken und einer Kartoffelsuppe als Stärkung an.
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