Rocky hat den Kampf verloren
Verstorben

Jürgen Röckl verstarb am Donnerstag. Bild: tr
Tirschenreuth. (tr) Jürgen Röckl (Rocky) hatte nie die Hoffnung aufgegeben, glaubte sich auf dem Weg der Besserung. Am Donnerstag hat er seinen langen Kampf gegen den Blutkrebs verloren. Vor fast zwei Jahren wurde bei ihm das Myelodysplastische Syndrom (MDS) diagnostiziert. Einzige Heilungschance ist dabei eine Knochenmarkspende.

Der Genpool seiner Schwester wies eine 98-prozentige Übereinstimmung auf. Das war Hoffnung auf einen perfekten Spender. Der Transplantationstermin stand bereits. Dann das böse Erwachen. Bei der Schwester wurde eine ähnliche Vorerkrankung festgestellt. Rocky gab nicht auf. Er wollte seine Enkelkinder aufwachsen sehen, Angeln gehen, Holz machen und auch wieder arbeiten.

Die Familie organisierte eine Typisierungsaktion im Bärnauer Feuerwehrhaus. Dabei ließen sich im März dieses Jahres 1049 Leute testen. Ein passender Spender für Jürgen war nicht dabei. Vielleicht können sie irgendwann ja anderen helfen. Viel Geld wurde gespendet, das ebenfalls MDS-Kranken zugute kommt.

Schließlich war Alexander, Rockys Sohn, die letzte Hoffnung. Dessen Genpool stimmte zu 50 Prozent mit dem des Vaters überein. Eine hauchdünne Chance, die Jürgen nutzte. An der Regensburger Uni-Klinik erfolgte die Stammzellenspende.

Jürgen Röckl erholte sich, kam nach Hause, erlitt Rückfälle, schaffte es dann sogar wieder, sein Lieblingshobby, das Angeln, zeitweise auszuüben. Aber letztendlich erwies sich die Krankheit als übermächtiger Gegner.

Polizei Im Morast steckengeblieben

Tirschenreuth. Ein glimpfliches Ende nahm eine großangelegte Suchaktion am Donnerstagabend. Kurz vor 19 Uhr wurde eine 85-jährige Frau aus Tirschenreuth als vermisst gemeldet. Gegen 11 Uhr war sie letztmals gesehen worden. Nachdem Nachfragen in den umliegenden Krankenhäusern und bei möglichen Anlaufadressen zu keinem Erfolg führten, wurden Feuerwehr, Rotes Kreuz und Wasserwacht hinzugezogen.

Drei Stunden später fanden sie die Seniorin bei einer Teichanlage in der Nähe des Freibades. Die Frau hatte offensichtlich versucht, einen abgelassenen Weiher zu durchqueren und war im Morast steckengeblieben. Stark unterkühlt wurde sie dann ins Krankenhaus Tirschenreuth eingeliefert.

Bei der Suche waren 25 Helfer der Feuerwehr Tirschenreuth und 40 Kräfte des BRK sowie die Wasserwacht mit einem Boot beteiligt.
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