Roland Rittner: Disziplin, Konzentration und Fleiß
"Ich bin noch nie abgestiegen"

Der Blick soll wieder nach oben gehen: Roland Rittner kehrt auf die Kommandobrücke des SV Raigering zurück und soll als Nachfolger seines Nachfolgers Simon Gräß die "Panduren" zum Klassenerhalt in der Bezirksliga Nord führen. Bild: Ziegler

Doppelter Trainerwechsel vor dem Kellerduell: Nach dem SV Plößberg reagiert auch Schlusslicht SV Raigering und holt den "Retter" aus der vergangenen Saison zurück.

Roland Rittner schaffte mit den "Panduren" in der abgelaufenen Runde den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga Nord. In dieser Saison wird diese Mission aufgrund der personellen Situation nochmals etwas schwieriger. "Ich hatte nicht gedacht, dass ich so schnell zurückkomme", sagte der 61-jährige A-Lizenz-Inhaber.

Nach der Derbyniederlage gegen Gebenbach und der damit verbundenen Übernahme der Roten Laterne kamen die Fußball-Spartenleiter Erwin Fruth und Walter Witetschek mit Spielertrainer Simon Gräß überein, dass der Zeitpunkt für einen Wechsel im Traineramt sinnvoll sei. Es ist aber der ausdrückliche Wunsch, dass Gräß als Spieler weiterhin dem SVR hilft.

Gräß bleibt als Spieler

Dies ist ein deutliches Zeichen, dass die Misere und das bisherige Abschneiden nicht dem bisherigen Übungsleiter angeheftet werden. Im Spiel gegen Plößberg am Sonntag, 28. September, um 15 Uhr steht Simon Gräß daher auch im Kader. Roland Rittner war in seiner kurzen Auszeit weiterhin ein Beobachter der Bezirksliga. Er hat fast alle Mannschaften gesehen und kann nicht verstehen, warum sich der SVR schon wieder im Abstiegskampf befindet: "Der Tabellenstand spiegelt nicht den wahren Leistungsstand der Mannschaft wider." Er glaubt vielmehr, dass einige Akteure nicht den vollen Fokus auf den Fußball richten, sondern sich vielmehr hinter den zahlreichen Abgänge verstecken. Diese Ausrede nimmt ihnen Roland Rittner nun. Er will den "Panduren" neues Selbstvertrauen einimpfen.

Disziplin und Fleiß

Dabei helfen nicht nur Siege: Schon ein gewonnener Zweikampf, oder ein guter Pass könne Spieler aufbauen. "Ich werde der Mannschaft bewusstmachen, dass sie es noch besser kann." Auf drei Dinge legt Rittner dabei besonders viel Wert: Disziplin, Konzentration und Fleiß. "Und wenn dann noch bisserl Glück dazu kommt, punkten wir auch wieder."

Denn eines betonte er auch diesmal wieder bei seiner Antrittsrede im Pandurenpark: "Ich habe schon einige Mannschaften in ähnlichen Situationen übernommen - und bin noch nie abgestiegen." Gespannt dürfen die Fans sein, wie Roland Rittner das größte Raigeringer Problem, die eklatante Sturmschwäche, lösen will. Zwei selbst geschossene Treffer (dazu zwei Eigentore) in zehn Spielen sind ein miserabler Wert und lässt die Gegner nicht gerade vor Angst erzittern.

Löchrige Abwehr

So wird auch der SV Plößberg, der seit Donnerstagabend mit Harald Walbert (für Thomas Schiener) ebenfalls einen neuen Trainer hat, der Aufgabe gelassen entgegensehen. Denn die Schwäche der Stiftländer, die löchrige Abwehr (28 Gegentreffer), werden die "Panduren" wohl nicht ausnützen können.
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