Rollator leuchtend aufrüsten

Eine besondere Maßnahme zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Senioren und Menschen mit Behinderung zeigte Polizeihauptkommissar Marcus Gradl (rechts): Am Infostand demonstrierte er vor (von links) Polizeioberkommissar Jürgen Schäffler, Bürgermeister Peter Lehr, Sparkassendirektor Wolfgang Busch, Inspektionschef Reiner Striegl, Hans Bscherer und Horst Rozinski (Verkehrswacht) sowie Roland Wiesend, dem Verkehrssachbearbeiter der Stadt, die Möglichkeit, Rollatoren und Gehstöcke mit reflektierenden Leuch

"Auf der Straße will ich nicht Sieger sein, sondern sicher", sagt Viktoria Rebensburg. Mit der Olympiasiegerin im Riesenslalom wirbt das bayerische Innenministerium für mehr Verkehrssicherheit. Die landesweite Aktion "Bayern mobil - sicher ans Ziel" begleitete die Polizeiinspektion mit einem Infostand.

Inspektionschef Reiner Striegl maß dem vor der Sparkasse aufgebauten Stand mit viel Informationsmaterial große Bedeutung zu: "Zur Umsetzung des Verkehrssicherheitsprogrammes 2020 mit Rückgang der Verkehrstoten um 30 Prozent im Vergleich zum Jahr 2011 auf unter 550 ist nicht nur die Polizei gefordert", erklärte er.

Es gelte, nicht nur die Sicherheit auf Landstraßen zu erhöhen, besondere Unfallgefahren zu bekämpfen und eine gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer zu erreichen. Begleitend müssten besonders gefährdete Gruppen wie Kinder, Fußgänger und Radfahrer besser geschützt und die Bedürfnisse von Senioren und Menschen mit Behinderungen in den Fokus gerückt werden.

Als einen besonderen Beitrag zur Verbesserung ihrer Sicherheit wertete Striegl die Aktion von Polizeihauptkommissar Marcus Gradl. Dazu hatte das Sanitätshaus Schug einen Rollator und einen Gehstock zur Verfügung gestellt.

Gradl demonstrierte das Anbringen eines reflektierenden Leuchtbandes, gesponsert von der Verkehrswacht, das bei Dunkelheit jeden Verkehrsteilnehmer zu besonderer Vorsicht animieren soll. Er empfahl das reflektierende Band, das bei Polizeiinspektion und Verkehrswacht erhältlich ist, auch für Kinderwägen.

"Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 hat sich heuer die Zahl der Verkehrsunfälle im Inspektionsgebiet von 379 auf 406 erhöht", teilte Reiner Striegl mit. Die Anzahl der Unfälle bei Alkoholfahrten sei von vier auf fünf gestiegen, die der Verkehrstoten von drei auf einen zurückgegangen. Der Inspektionschef empfahl jedem, die Inhalte der aufliegenden Broschüre zu verinnerlichen. Darin wird unter anderem das Bilden einer Rettungsgasse beschrieben und auf das Verhalten bei Unfällen eingegangen.

"Wir sind stets dabei, wenn es um die Verkehrssicherheit geht", betonte Hans Bscherer, der Vorsitzende der Gebietsverkehrswacht. In den Teilnehmern bei der Eröffnung des Verkehrssicherheitstags sah Bürgermeister Peter Lehr ein Netzwerk. Gemeinsames Bestreben sei der Rückgang der Verkehrsunfälle. Für 1. Januar 2016 kündigte er die kommunale Überwachung des ruhenden und fließenden Verkehrs an.
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