Rosenkranz kann Gleichmaß und Ruhe bringen
Von wegen langweilig

Das Rosenkranzgebet war Hauptthema bei der jüngsten Mitgliedermonatsversammlung des KAB-Ortsverbandes Hütten im Gasthaus Schönberger. Stadtpfarrer und Präses Bernhard Müller erklärte einige interessante Hintergründe. So gibt es zum Beispiel ein großes Vorurteil in Bezug auf das Rosenkranzgebet. Der Rosenkranz, so wie er volkstümlich bezeichnet wird, sei ein mechanisches Gebet, wird nur heruntergeleiert, kein ökumenisches Gebet (Mariengebet) und sei langweilig und eintönig.

Müller berichtete, dass die Grundzüge des Rosenkranzes bis in das Jahr 1409 reichen und auf den Karthäusermönch Adolf von Essen zurückgingen. Es wurden zunächst 50 Sätze (clausulae) aus dem Leben Jesu mit 50 "Ave Maria" verbunden, später wurden diese Sätze auf 15 reduziert und in Zehner-Gruppen angeordnet. Des Weiteren stellte der Referent fest, dass der Rosenkranz sowohl ein privates Gebet als auch als gemeinschaftliches Gebet praktiziert werden kann. "Der Rosenkranz ist eigentlich ein Christusgebet, das mit dem Herzen seiner Mutter Maria betrachtet wird." Als Regel könne gelten: Der Rosenkranz bringt durch seinen Rhythmus Gleichmaß und Ruhe ins Leben und man bete den Rosenkranz so gut, wie man es in der jeweiligen Situation vermag, doch ohne jede Ängstlichkeit und Hast.

Der Stadtpfarrer betonte, "der Rosenkranz kann eine bewährte Hilfe sein, um zu einem intensiven, innerlichen Beten zu kommen." Es gebe aber auch andere Gebetsformen, die für unser Leben wichtig sind. Jeder Christ solle versuchen, die Form zu finden, die für ihn passt. Zum Schluss überreichte Müller jedem Zuhörer einen Monstranzrosenkranz.
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