Rückblick in der St.-Erhard-Kirche: Wie war es vor 100 Jahren?
Freude auf Mettenwürste

Die Weihnachtsgeschichte greifbar zu machen, war das Anliegen von Rektor a. D. Manfred Zeitler, dem das mit vielen Darstellern in der St.-Erhard-Kirche hervorragend gelang. Nachdem heuer der 100. Geburtstag des Gotteshauses gefeiert wurde, fragte Zeitler, wie es wohl bei der ersten Christmette 1914 gewesen sei.

Die Gläubigen kamen im tiefsten Winter bei Eis und Schnee mit Laternen zu Fuß. Motorisierung und Straßen wie heute gab es nicht. Wieder daheim, war die " Freude auf die Mettenwürste riesengroß". In manchen Familien fehlten wegen des Ersten Weltkriegs Ehemann, Vater, Sohn oder Bruder. "Keine Religion hat einen Gott, der den Menschen so nahe ist wie im Christentum, denn unser Gott ist Mensch geworden", sagte Zeitler. Mädchen und Buben führten dann die Geschichte von der Geburt Jesu auf. Es spielten mit: Johannes Wolfrath (Erzähler), Lorenz Kiesbauer (Augustus), Fabio Voit (Herold), Jakob Lang (Josef), Annika Forster (Maria), Eva Schönberger und Lena Dworzak (Wirte), ferner Ella Axmann, Pia Woldrich, Magdalena Wolfrath, Sophia Schuller und Ida Kiesbauer (Engel), Franziska Reil, Theresa Beimler und Katharina Beimler (Leute und Hirten) sowie Jasmin Dworzak, Lena Dworzak, Eva Schönberger, Janina Voit, Sabine Reber und Simon Lang (Hirten). Josef Wolfrath (Orgel) und Katharina Wolfrath (Gesang) sowie die Blaskapelle begleiteten die Andacht musikalisch.

Chöre im Einsatz

Der Frauenchor, Kirchenchor und Instrumentalisten waren an den Weihnachtstagen aktiv, um die Gottesdienste klanglich zu verschönern. So wurde am ersten Weihnachtsfeiertag unter Leitung von Heribert Kett die deutsche Bauernmesse von Annette Thoma mit Hackbrett, Zither, Gitarre und E-Bass aufgeführt. Am zweiten Feiertag gestaltete der Männergesangverein Kaimling unter Leitung von Adolf Rösel die Messe mit.
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