Rücken- und Gegenwind

Das war zu erwarten: Windkraft war das beherrschende Thema der Bürgerversammlung im Rathaus. Angefangen von der Informationspolitik der Gemeinde.

Erwin Fischer forderte, das Schreiben des Landratsamts zur Aufrechterhaltung des Antrages auf Herausnahme der vom Gemeinderat festgelegten Flächen, im Schaukasten zu veröffentlichen. "Der Brief war nicht für die Öffentlichkeit gedacht, wir werden darauf zu gegebener Zeit reagieren", antwortete Bürgermeister Rudolf Götz.

Johannes Birner bekam zur 10-H-Regelung die Auskunft, dass eine Veränderungssperre nicht möglich sei. Die gelte nur für Flächennutzungsplan und Bebauungsplan. Götz bestätigte, dass alle Vereins-Schaukästen am Rathaus belegt seien. Er riet der Bürgerinitiative, mit den Vereinen zu verhandeln, wenn sie Aushänge haben wolle. Thomas Roth berichtete, dass einige schon abgesagt hätten. Rudolf Forster, der nicht an der Versammlung teilnehmen konnte, hatte ein Schreiben pro Windkraft verfasst. Er bat darin, an den Flächen festzuhalten.

Weniger mulchen

Lob gab es von Manfred Häring für die Aktivitäten zum Umwelt- und Artenschutz, vor allem im Klingenbachtal. Er bat darum, an den Straßenbanketten und Böschungen weniger zu mulchen. "Die Tiere brauchen Platz zum Überwintern, seit 1980 hat sich die Zahl der Vögel halbiert." Götz: "Wir versuchen im Frühjahr sowieso so spät wie möglich zu mulchen". Die Räumpflicht im Winter und die damit verbundene Zuständigkeit nahm Franz Schiffl ins Visier. Die Aufgabe liege bei der Gemeinde, sie sei auch in der Haftung. "Gehsteige und Radstreifen sind aber Sache der Anlieger", betonte Verwaltungschef Claus Hellbach. Eine kommunale Haftungspflicht für den angesprochenen Geiselbergweg bestehe nicht. Götz sagte aber, dass dort vielleicht doch der Winterdienst räumen könnte.

Schiffl erinnerte an die überfällige Teerung einer vier Meter breiten Fläche in der Nähe seines Grundstücks und erhielt die Zusage, dass dies bei nächster Gelegenheit geschehen soll. Auf ein Loch am Geiselbergweg wies Thomas Roth noch hin. "Wird nächstes Jahr ausgebessert", hörte Marcus Lukas auf den Hinweis, dass Risse und Unkraut im Eichenweg auftreten.

Pia Helmstreit erhielt die Antwort, dass Rasengittersteine in der Anfahrt zur Froschau 4 mit der Gemeinde vereinbart worden waren. Heinrich Grünbauer informierte über den schlechten Zustand eines Feld- und Waldweges auf der "Hohen Straße" in Richtung "Schlag", hatte aber zugleich einen Lösungsvorschlag parat. Das Straßenstück wird bei der nächsten Sanierung ausgebessert. Die Ausleuchtung mit einer Solarleuchte prüft der Bürgermeister für das Bushäuschen im Ortsteil Artesgrün. "Dort ist es stockfinster", hatte Hans-Dieter Kick reklamiert.

Bauplätze frei

Vor der Diskussion hatte Götz einen kurzen Jahresbericht abgegeben. Er widmete sich dabei dem Baugebiet "Im Meister". Von 27 Parzellen sind 14 verkauft, 3 der 13 noch vorhandenen sind reserviert. In der Vorschau stand der Waldwegebau im Mittelpunkt. Fünf bis zehn Kilometer werden in Kooperation mit den Jagdgenossenschaften saniert.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.