Rückschlag für Blue Devils

Die Blue Devils jagten ihre Fans am Sonntag in der Partie gegen den Deggendorfer SC durch ein Wechselbad der Gefühle. Im zweiten Drittel glichen die Weidener einen 0:3-Rückstand aus, doch am Ende zogen sie mit 3:5 den Kürzeren. Hier verhindern Goalie Fabian Hönkhaus und Stefan Ortolf Schaden, links der Deggendorfer Denis Gulda. Bild: Gebert

Der kurze Höhenflug der Blue Devils ist schon wieder beendet. Nach zwei Siegen in Folge gab es am Sonntag eine Niederlage gegen den Deggendorfer SC. Die Weidener bewiesen zwar Moral und kamen nach einem 0:3-Rückstand zurück, am Ende standen sie aber mit leeren Händen da.

Weiden. (gb) Markus Berwanger hatte es irgendwie geahnt, nachdem sein Team schon drei Mal (zwei Testspiele und das Oberliga-Auftaktmatch) knapp gegen den Deggendorfer SC verloren hatte. Der größte Unterschied zu den Blue Devils sei, dass die Niederbayern fast alle engen Spiele für sich entschieden haben, hatte der Weidener Trainer im Vorfeld gesagt. Nach der 3:5 (0:1, 3:2, 0:2)-Heimniederlage am Sonntag stellte Berwanger fest: "Die Cleverness war wieder auf Seiten der Deggendorfer."

Der Devils-Coach konnte seiner Mannschaft das Bemühen nicht absprechen. "Es reicht aber nicht, wenn man kämpft und Chancen hat. Man muss auch etwas daraus machen", sagte Berwanger. Defensiv habe sein Team nicht so gut verteidigt wie im letzten Heimspiel gegen den EC Peiting. Deggendorf lobte Berwanger als sehr gute Mannschaft mit hervorragenden Spielern, "die wissen, worauf es ankommt".

Florian Zellner geehrt

Vor der Partie wurde das Weidener Urgestein Florian Zellner für 700 Spiele im Trikot der Blue Devils geehrt (Bericht folgt). Die Gastgeber begannen gut und hatten schon nach einer Minute das erste Überzahlspiel, doch das Powerplay war an diesem Abend harmlos. Gerade wieder komplett, schlugen die Deggendorfer zu. Marius Wiederer wurde nicht angegriffen und schoss zum 0:1 ein (4.). Die Weidener waren optisch überlegen und hatten auch ein Chancen-Plus, scheiterten aber immer wieder am starken Gästekeeper Sandro Agricola. Auf der Gegenseite waren die Niederbayern immer gefährlich, wenn ihre Paradereihe mit Robin Slanina, Andrew Schembri und Radek Hubacek auf dem Eis stand.

Im zweiten Abschnitt bauten die Gäste den Vorsprung durch Treffer von Hubacek (27.) und Sergej Janzen (30.) aus. Die Partie schien entschieden zu sein, doch 27 Sekunden nach dem 0:3 sorgte der Kanadier Jacob Laliberte mit seinem ersten Tor im Devils-Trikot für Hoffnung unter den 1500 Zuschauern. Und die Gastgeber legten nach: Veit Holzmann (35.) und Philipp Siller (39.) schafften den Ausgleich. "Wir haben den 3:0-Vorsprung durch individuelle Fehler hergeschenkt. Normalerweise verliert man danach so ein Spiel", sagte Gästetrainer Jiri Otoupalik.

Doch seine Sorgen waren unbegründet, denn sein Team stabilisierte sich im letzten Drittel in der Abwehr wieder. "Wir haben zwar viel Druck gemacht, doch Druck alleine reicht nicht", beschrieb Berwanger die letzten 20 Minuten. Effektiver waren die Gäste, die durch eine schöne Einzelleistung von Robin Slanina (50.) wieder in Führung gingen. Die Chance zum erneuten Ausgleich vergaben die Weidener durch ihr schwaches Powerplay - fast zwei Minuten waren sie mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Als Berwanger schon zweieinhalb Minuten vor dem Ende Goalie Fabian Hönkhaus vom Eis nahm, machte Denis Gulda mit seinem "emtpy-net-goal" zum 5:3 alles klar (58.).

Deutschland-Cup-Pause

Nach dieser Niederlage gehen die Blue Devils als Tabellenneunter (12 Punkte) in die Deutschland-Cup-Pause. Fortgesetzt wird die Runde am Freitag, 13. November, mit der Partie beim ERC Sonthofen. Das nächste Match in der Hans-Schröpf-Arena steigt am Sonntag, 15. November, um 18.30 Uhr gegen den Traditionsverein und letztjährigen DEL2-Vertreter EV Landshut.
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