Rumpfteam wehrt sich tapfer

Stark ersatzgeschwächt hatten die Blue Devils beim 0:5 gegen Spitzenreiter EHC Freiburg keine Chance. Hier stoppt Ralf Herbst den Freiburger Nikolas Linsenmaier, rechts Veit Holzmann. Bild: Gebert

Auch das zweite Top-Team am Wochenende war für die Blue Devils eine Nummer zu groß. Wie beim 2:9 in Bayreuth hatten die Weidener auch gegen Spitzenreiter Freiburg keine Chance und verloren 0:5. Allerdings war die Liste der Ausfälle am Sonntag noch länger als beim Derby.

Weiden. (gb) Das Rumpfteam der Blue Devils wehrte sich tapfer, zu holen gab es gegen Tabellenführer EHC Freiburg aber nichts. "Meine Mannschaft hat gekämpft und alles gegeben. Mehr war mit diesem Team, das heute auf dem Eis stand, nicht drin. Jiri Kuchler und Ales Jirik, die Lenker der ersten beiden Sturmreihen, haben wir besonders vermisst", sagte Trainer Josef Hefner nach dem 0:5 (0:1, 0:3, 0:1) gegen die Breisgauer.

Gästecoach Leos Sulak durfte sich an seiner früheren Wirkungsstätte über einen locker herausgespielten Sieg freuen. "Wir wussten, dass Weiden dezimiert spielen wird. Trotzdem hatten wir uns vorgenommen, konzentriert zu spielen. Im ersten Drittel haben wir uns schwer getan, Tore zu schießen. Doch wir haben geduldig weitergespielt und dann auch unsere Chancen genutzt."

Schopper: Kieferbruch

Gegenüber dem Derby in Bayreuth kehrten zwar Philipp Gejerhos und Lukas Salinger ins Team zurück, dennoch standen nur 14 Feldspieler zur Verfügung. Neben dem gesperrten Nico Ehmann fehlten die verletzten Ales Jirik, Jiri Kuchler, Craig Voakes, Ludwig Synowiec, Oleg Seibel und Dominik Schopper, den es am Freitag in Bayreuth schlimm erwischt hat. Der 20-Jährige bekam den Puck ins Gesicht und erlitt dabei einen Kieferbruch. Für Schopper dürfte die Saison beendet sein.

Im ersten Drittel gab es nur wenig Höhepunkte. Die Devils standen defensiv gut und konnten mit einer Ausnahme Schaden verhindern. In der 9. Minute hatten sie eine Strafzeit überstanden, doch als sie gerade wieder komplett waren, erzielte Petr Haluza das 1:0 für die Gäste. Damit war Sulak nach 20 Minuten nicht zufrieden: "Das ist ein Ergebnis, bei dem ein Spiel schnell kippen kann."

Für die Wende fehlte den Devils, die sich stets um einen Treffer bemühten, aber die Qualität. Auf der Gegenseite sorgten der dreifache Torschütze Haluza (27. und 39./Überzahl) sowie Nikolas Linsenmaier (35. und 47./Überzahl) für klare Verhältnisse, wobei der Tabellenführer insgesamt nicht mehr tat, als unbedingt nötig war.

"Die Mannschaft war im Aufwind, jetzt ist sie nach drei klaren Niederlagen wieder etwas am Boden", sagte Josef Hefner nach dem Match. Er habe seinen Spielern Mut zugesprochen. "Wenn wir wieder komplett sind, werden wir wieder bessere Spiele abliefern", versprach der Coach der Blue Devils.

Am Freitag in Selb

Hefner hofft nun, dass einige Verletzte zurückkommen, denn die nächsten Gegner werden nicht leichter. Am Freitag, 16. Januar, beim Derby in Selb fehlt zudem der gesperrte Marcel Waldowsky, der gegen Freiburg seine dritte Zehnminutenstrafe kassierte. Am Sonntag, 18. Januar, gastiert um 18.30 Uhr der EC Bad Tölz in der Hans-Schröpf-Arena.
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