Rumpfteam zeigt Moral

Mit nur zwölf Feldspielern sorgten die Blue Devils am Sonntag für eine Überraschung. Das Schlusslicht der Oberliga Süd erkämpfte sich bei Vorrunden-Meister EHC Freiburg einen Punkt. Die Weidener zogen erst in der Verlängerung mit 2:3 den Kürzeren. Ales Jirik (rechts, Szene aus der Partie in Selb) erzielte drei Sekunden vor Schluss das 2:2. Bild: Gebert

Die Torflaute ist beendet und die Moral der Mannschaft offensichtlich intakt. Mit einem Rumpfteam erkämpften sich die Blue Devils bei Vorrunden-Meister EHC Freiburg einen Punkt. Drei Sekunden vor Schluss erzwang Ales Jirik die Verlängerung, in der sogar der Sieg möglich war.

Freiburg. (gb) Für die Blue Devils standen am Sonntag die Vorzeichen vor der Reise in den Breisgau nicht gut. Das Schlusslicht hatte in der Partie beim EHC Freiburg, der seit Freitag als Meister der Oberliga Süd feststeht, neun Ausfälle zu beklagen. Doch der verbliebene Rest bewies Moral, lieferte dem Favoriten einen großen Kampf und ergatterte mit der 2:3 (0:2, 0:0, 2:0, 0:1)-Niederlage einen Punkt. Josef Hefner lobte sein Rumpfteam für einen couragierten und disziplinierten Auftritt. "Wir standen defensiv gut und haben einfaches Eishockey gespielt", sagte der Trainer der Blue Devils.

Einstand von Mrazek

Unter den lediglich 12 Feldspielern - 4 Verteidiger und 8 Stürmer - war auch Frantisek Mrazek. Der Tscheche, der schon vor Weihnachten zehn Spiele für die Blue Devils absolviert hatte, feierte seinen zweiten Einstand. Dafür musste sein Landsmann Jiri Kuchler weichen, der am Freitag gegen Bayreuth nicht zum ersten Mal bitter enttäuscht hatte. Mrazek zeigte in Freiburg in der Reihe mit Florian Zellner und Philipp Siller vielversprechende Ansätze. In Block zwei stürmten Marcel Waldowsky, Ales Jirik und Dominik Schopper. Die Center Zellner und Jirik schoben zusätzliche Schichten im dritten Angriff neben Veit Holzmann und Oliver Dam. Ein großes Pensum leisteten auch die Abwehrpärchen David Pojkar und Nico Ehmann sowie Ludwig Synowiec und Philipp Gejerhos. Zwischen den Pfosten lieferte Daniel Huber, wie Josef Hefner betonte, "eine gute Leistung ab".

Die Blue Devils gingen mit einer Defensivtaktik in die Partie gegen den Meister, der ebenfalls nicht komplett angetreten war. "Spielerisch war es sicher nicht schön", meinte Hefner, "doch wir standen gut und haben den Gegner an der blauen Linie abgefangen." Zwei Mal sei allerdings der Offensivdrang zu groß gewesen und das nutzten die Freiburger zu den Toren durch Petr Haluza (17. Minute) und Alexander Brückmann eine Sekunde vor Ende des ersten Drittels. Obwohl es im zweiten Abschnitt Chancen auf beiden Seiten gab, stand es auch nach 40 Minuten 2:0 für die Freiburger.

"Ich glaube, wir haben konditionell aufgeholt, denn wir haben gegen die starken Freiburger auch im letzten Drittel mitgehalten und Druck ausgeübt", sagte Hefner. Und nach 254 torlosen Minuten gelang den Devils dann endlich wieder ein Treffer. Verteidiger David Pojkar verkürzte auf 1:2 (53.). Dieses Tor gab Auftrieb und die Weidener setzten nach. Hefner riskierte in der Schlussphase alles, holte Goalie Daniel Huber vom Eis - und hatte damit Erfolg. Drei Sekunden vor dem Ende erzwang Ales Jirik die Verlängerung. "Hier waren wir näher dran am Sieg", trauerte Hefner der vergebenen Riesenchance von Oliver Dam nach. Auf der Gegenseite sicherte dann Dennis Meyer dem Favoriten den Zusatzpunkt (63.).

Nur noch Rang elf möglich

Die Blue Devils beenden die Vorrunde der Oberliga Süd mit den Partien am Freitag, 27. Februar, um 20 Uhr zu Hause gegen den EC Peiting sowie am Sonntag, 1. März, Beginn 18 Uhr, beim Deggendorfer SC. Dann steht fest, von welcher Position aus die Weidener in die Play-downs gehen. Das Heimrecht ist verspielt, möglich ist maximal noch der vorletzte Platz, den der TSV Erding mit vier Punkten Vorsprung einnimmt.
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