Runderneuerung "alternativlos"

Karsten Uhlig, der von der Stadt beauftragte Statiker, schrieb dem Steg über den Halsgraben noch eine "Restverfügbarkeit" von 50 Prozent zu. Das bedeutet: Eine Belastung mit 250 Kilogramm pro Quadratmeter wäre noch möglich. Im "Normalfall" genüge das bei weitem. Deswegen brauche er nur bei zu erwartenden Großereignissen gesperrt zu werden. Eine Erneuerung der Stahlkonstruktion und des Überbaus mit Verstärkung der Stützen sei aber nicht mehr abwendbar.

Die reinen Baukosten errechnete er auf 108 000 Euro. Mit Planungsleistungen, Vermessungen, Prüfungen, Abnahme und Steuer kämen geschätzt etwa 195 000 Euro zusammen. Zum Vergleich: Die Anschaffung hatte im Jahr 1992 rund 100 000 D-Mark gekostet.

"Der Wiederaufbau nach altem Muster wäre die preiswerteste Lösung", empfahl Uhlig, der sich auch Gedanken über Alternativen gemacht, sie aber verworfen hatte, weil sie nicht billiger wären und zu optischen Abstrichen führten. Uhlig zitierte schließlich Kanzlerin Merkel, indem er meinte: Dieser Steg ist "alternativlos". (am)
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