Sämann in der Pfarrgemeinde

In einem feierlichen Gottesdienst nahm die Pfarrgemeinde Kemnath Abschied von ihrem bisherigen Pastoralreferenten Alfred Kick (rechts). Bild: jzk

26 Jahre lang hat Pastoralreferent Alfred Kick in der Pfarrei Kemnath mit seiner pastoralen Tätigkeit die Geistlichen unterstützt. Am 1.9. tritt er seine neue Stelle als theologisch-pädagogischer Referent im Exerzitien- und Bildungshaus Johannisthal an.

Kemnath. (jzk) "Das Leben ist Veränderung. Für mich und auch die Pfarrei Kemnath ist es an der Zeit, einen Neuanfang zu wagen", betonte Pastoralreferent Alfred Kick am Sonntag im Abschiedsgottesdienst in der Stadtpfarrkirche. Die Hälfte seines Lebens und sein ganzes bisheriges Berufsleben habe er in der Pfarrei verbracht. "Ich habe meinen Beruf als Berufung gesehen und versucht, meine Fähigkeiten und Begabungen einzubringen".

Jetzt möchte er sich bei allen bedanken, die ihn 26 Jahre lang begleitet haben. Er habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, der Abschied falle ihm schwer. "Aber es ist ein Trost für mich, dass ich trotzdem noch ein Kemnather, ein Pfarrkind und ein Kolpingbruder bleibe", meinte Kick. Mit seiner Ehefrau Andrea und seinen drei Söhnen Manuel, Tobias und Jonathan wird er weiterhin in seinem Haus wohnen.

Gläubige Gelassenheit

Stadtpfarrer Konrad Amschl ging in seiner Predigt besonders auf das Gleichnis vom Senfkorn ein. "Du hast in unserer Pfarrgemeinde als Sämann gewirkt", sagte er. "Du warst ein Wegbegleiter für Jung und Alt." Pastorale Leidenschaft und gläubige Gelassenheit hätten Kicks Wirken geprägt. "Du hast viele Ideen und Aktionen umgesetzt und in vielen Gottesdiensten aller Art mit den Kemnathern den Glauben gefeiert und vertieft." Mit einem "Vergelt's Gott" bedankte sich der Geistliche für die gute Zusammenarbeit in den kirchlichen Gruppen und Verbänden. "Deine absolute Loyalität und Freundschaft haben mir gut getan und mich in meinem Dienst als Pfarrer getragen."

Kick hatte ausdrücklich darum gebeten, keine "Grabreden" zu halten, bei denen nur das Gute gesagt werde. "Lieber Alfred, Du warst in Kemnath wie ein Sämann für Gottes Reich unterwegs", hieß es beim Danke-Sagen der verschiedenen Gruppen, Verbänden und Institutionen nach der Ansprache. Abordnungen vom Arbeitskreis Kindergottesdienst, den Erstkommunionkindern, den Ministranten, der Schule, der Singgruppe 91, Kolping, Brückenbauer, Arbeitskreis 365, Ehevorbereitung, Steuerungsgruppe "Fair-Trade-Town", Seniorentreff, Kleiner Dienst, Trauerbegleitung, Pfarrhof-Team, Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und den Eltern-Kind-Gruppen übergaben ihm symbolische Geschenke. "Du warst in unserer Stadt ein kommunaler Jugendarbeiter", betonte Bürgermeister Werner Nickl. Als Geschenk überreichte er ihm eine Uhr der Stadt Kemnath.

Zur musikalischen Gestaltung der Messe hatte Andrea Kick einen Projektchor zusammengestellt. Der sang zum Auszug "Er macht sich nun auf den Weg". Beim gemütlichen Beisammensein vor der Kirche und im Pfarrgarten konnte Kick noch mit vielen Pfarrangehörigen Gespräche führen und gute Wünsche für seine weitere Zukunft entgegennehmen.
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