Sand-Abtransport von geplantem Abbaugebiet sorgt für Unstimmigkeiten
"So mit Leuten nicht umgehen"

Die Sandoase bietet sogar an einem verregnetem Herbsttag einen fabelhaften Ausblick. In der Marktratssitzung sorgte der Abtransport des Sandes aus einem geplanten Abbaugebiet für Zündstoff. Bild: Götz
Für Diskussionen in der jüngsten Marktratssitzung sorgte eine Anfrage des Betreibers der Sandgrube, Hans Lippert, beim Landratsamt. Er plant einen weiteren Sandabbau in der näheren, östlichen Umgebung. Die Streitpunkte bezogen sich weniger auf den Abbau. Vielmehr sorgten der Abtransport und einige Passagen des Beschlussvorschlages für Gesprächsstoff.

Im Vorschlag hieß es, dass der Sand weder über den Tiefenwöhrer Weg, noch über den Ortsteil Kobl transportiert werden dürfe. Stattdessen sollte ein angrenzendes Grundstück zur Überbrückung genutzt werden, sofern der Eigentümer einverstanden sei. Anderenfalls sollte der Abtransport zumindest mittel- bis langfristig über den früher benutzen Weg und die Brücke über den Sulzbach erfolgen. Da diese Brücke auf 7,5 Tonnen beschränkt werden musste, wäre diese, soweit möglich, vorher "statisch zu ertüchtigen oder gegebenenfalls neu zu bauen". Die Kosten dafür hätte der Antragsteller zu tragen. Inge Gleixner (SPD) sagte dazu: "Wir sind der Meinung, dass so mit Leuten nicht umgegangen werden kann." Zumal mit einem Unternehmen, das bereits mehrere Jahrzehnte im Ort ansässig sei. Sowohl Bürgermeister Hans Frankl ("Wir wollen dem Betrieb keine Knüppel in den Weg werfen, sondern müssen überlegen, wie es weitergeht."), als auch Joachim Hanisch (Freie Wähler) konterten. Der Landtagsabgeordnete argumentierte: "Wer die Kosten zu tragen hat, ist im Gesetz geregelt. Auf nichts anderes ist im Beschlussvorschlag hingewiesen worden."

Das Gremium einigte sich trotzdem darauf, einige Passagen des Beschlussvorschlags zu streichen. Der Marktgemeinderat beschloss einstimmig, dass für den Sandabbau grundsätzlich Einverständnis besteht. Das soll so auch an das Landratsamt weitergeleitet werden, das um eine Stellungnahme gebeten hatte. Im Hinblick auf die "sehr allgemeine Voranfrage ohne konkrete Angaben werden weitere Auflagen oder Einschränkungen im konkreten Einzelfall vorbehalten".
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