Sanften Tourismus fördern

Einem langen Fleckerlteppich gleicht die "Hohe Straße", die Verlängerung der Jahnstraße, bis zur Straßengabelung Hotzaberg/Breitenlohe. Beim Ferienstammtisch regte die SPD eine Sanierung an. Bild: rn

Die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße nach Breitenlohe und die Steigerung der Attraktivität des Naherholungsgebiets: Beides sind Anliegen des SPD-Ortsvereins. Beim Ferienstammtisch nahmen Mandatsträger der Genossen dazu Stellung.

Vorsitzender Thomas Ott eröffnete die "Zukunftswerkstatt" der SPD. Mit einem aus seiner Sicht realisierbaren Vorschlag stieg er gleich in die "Visionsrunde" ein: Ott regte an, die Gemeindeverbindungsstraße von der Jahnstraße in Richtung Breitenlohe, die sich seit Jahren in einem schlechten Zustand befindet, mit einer Oberbauverstärkung zu versehen.

Auch zur Finanzierung dieser Maßnahme hatte er eine Idee: Die Stadt solle prüfen, inwieweit über das Finanzierungsausgleichsgesetz Fördermittel des Freistaats an Land gezogen werden können. Bürgermeister Peter Lehr sagte eine Prüfung zu.

Gleich Leerrohre verlegen

"Da die Stadt auch noch über Restmittel aus dem Breitbandausbauförderungsprogramm verfügt, sollte im Zuge eines möglichen Ausbaus überlegt werden, ein Glasfaserleerrohr zu verlegen", erklärte Ott zudem mit Blick auf Kosteneinsparungen in der Zukunft. Die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet auch in kleineren Ortsteilen hielt er für unabdingbar. Potenzial erkannte der SPD-Vorsitzende zudem in der neuen Fördermöglichkeit für kommunale Elektrofahrzeuge. Er räumte allerdings ein, dass nur der Kauf mehrerer Fahrzeuge dabei Sinn mache.

Auf die Wahrnehmung der Rußweiherstadt im Bereich Tourismus und Naturschutzgebiet, die in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen hat, ging Stadtrat Franz Fuchs ein. "Mit dem Neubau des Hexenhäusls ist es der Stadt gelungen, im westlichen Landkreis eine Anlaufstelle für Touristen, Tagesausflügler und Interessierte aus nah und fern zu schaffen." Die zahlreichen Prospekte, die in der Infostelle Hexenhäusl dort erhältlich seien und in denen die Rußweiherstadt "explizit erwähnt" werde, trügen dazu bei, den von der SPD geforderten sanften Tourismus zu fördern. Daneben steigerten die Ausleihmöglichkeit für E-Bikes und die dazugehörige Ladestation den Stellenwert der Einrichtung.

Webcam eine tolle Idee

Fuchs, Mitarbeiter im Bereich Naturschutz am Landratsamt Bayreuth, hielt es für unabdingbar, Massentourismus im Naturschutzgebiet Großer Rußweiher zu verhindern. Er sprach außerdem das Rußweiherbad an und wertete die von Forstamtsrat Martin Gottsche angeregte mögliche Schaffung einer Webcam an einem der Fischadlerhorste mit Blick auf die öffentliche Wahrnehmung als "absolut zukunftsträchtige Investition". Dank dieser modernen Technik könnten Internetnutzer weltweit den Eschenbacher Fischadler und dessen Nachwuchs hautnah beobachten - "gekoppelt an die Homepage der Stadt".

Bei den Sozialdemokraten herrschte schließlich Einmütigkeit darüber, auch in den nächsten Jahren nach besten Kräften an einer zukunftsorientierten, nachhaltigen und positiven Entwicklung der Rußweiherstadt mitzuwirken.
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