Sanitäter schnaufen tief durch

Die besten Schwergewichte in der Klasse "über 100 Kilogramm" waren beim Benefizturnier "Wir kämpfen gegen Krebs" Maik Niklas (TV Altdorf) als Erstplatzierter, Justin Seifried (Bushido Amberg) auf Rang zwei und Michael Niklas (TV Altdorf) als Dritter. Es gratulierten bei der Siegerehrung seitens der Judo-Abteilung des Sportclubs Sandra Querfurth (links) und Reinhold Schubert (rechts). Bild: rn

Wie der Gegner durch Griff- und Wurftechniken zur Aufgabe gezwungen oder ein Punktsieg durch "Ippon" oder "Waza-ari" errungen werden kann, das zeigten nordbayerische Judoka in der Mehrzweckhalle. Hochmotiviert stellten sie sich in allen Gewichtsklassen einem Leistungsvergleich.

Zu einer Werbeveranstaltung für Judo, den Sport des "ausweichenden Weges", sollte das Benefizturnier "Wir kämpfen gegen Krebs" der Judo-Abteilung des Sportclubs werden. Leider zeigte die Öffentlichkeit kein Interesse: Die Sportler blieben unter sich. Mit ihrer Teilnahme unterstützten sie den Wunsch von Abteilungsleiterin Sandra Querfurth, einen Beitrag zu leisten, dass einmal alle Krebsarten besiegt werden.

Wegen des relativ späten Veranstaltungstermins war die Teilnehmerzahl im Vergleich zu 2013 etwas zurückgegangen. Aktive und Kampfrichter stammten aus den Vereinen Abensberg, Altdorf, Amberg, Bayreuth, Ensdorf, Erlangen, Forchheim, Fürth, Heng, Hof, Kronfinkel, Kümmersbruck, Landshut, Mühlhausen, Neumarkt, Neutraubling, Rötz, Sulzbach-Rosenberg, Weiden und Wernberg.

Gekämpft wurde in den Gewichtsklassen von "bis 28 Kilogramm" bis "mehr als 100 Kilogramm". Bei bis zu fünf Teilnehmern je Alters-/Gewichtsklasse galt der Modus "Jeder gegen jeden". Die Wettkämpfe dauerten von knapp 20 Sekunden bei einem schnellen "Ippon" bis maximal drei Minuten in den Altersklassen U 13 und U 15, vier Minuten bei der U 18 und fünf Minuten bei den Erwachsenen.

Die höchste Wertung - zehn Punkte - gab es bei einem "Ippon". Dafür musste der Gegner mit einem kräftigen Wurf auf den Rücken gelegt werden. Erfolgte der Wurf nicht mit voller Kraft und lag der Gegner danach nicht ganz auf dem Rücken, wurden sieben Punkte für einen "Waza-ari" vergeben.

Mitunter lautstark mischten Trainer und Betreuer bei den Wettkämpfen mit. Zurufe wie "Beine zusammenlassen!", "Jetzt Brücke!", "Zieh weiter - Kopf hoch - Mach zu!" oder "Rechts frei machen und tief!" hallten durch die Mehrzweckhalle. Angesichts von Halte-, Hebel- und Würgegriffen sowie Fuß- und Bein-, Hüft-, Hand- und Schulterwürfen machten die Sanitäter des BRK des Öfteren große Augen und schnauften kräftig durch. Doch was bei ihnen für Nervenkitzel sorgt, ist bei Schwarzgurtträgern Alltagsgeschehen. Und so gab es auch keine besonderen Verletzungen zu versorgen.

Bei den Siegerehrungen überreichte Reinhold Schubert Urkunden an alle Teilnehmer. Die jeweils drei Erstplatzierten zeichnete Sandra Querfurth mit Medaillen aus. Für die Tombola hatten Sportgeschäfte Sachspenden zur Verfügung gestellt. Dafür ging der Judo-Nachwuchs eifrig auf Losverkauf. Der Hauptpreis, eine Winterjacke von Sport-Point, ging nach Regensburg.
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