Sattes Plus bei Gewerbesteuer

Kämmerer Michael Bierl gab den Stadträten eine Hausaufgabe. Vor der Sitzung heute Abend durften sie den Haushalt 2015 durcharbeiten. Äußerlich ist er ein dickes Werk. Ebenso dick sind die Zahlen, die drinstehen.

Der Auerbacher Etat für 2015 erreicht im Verwaltungshaushalt die Summe von 17 890 100 Euro. Der Investitionsteil schließt mit 4 481 300 Euro ab. Heute Abend tritt der Stadtrat um 18 Uhr im Rathaus zusammen, um über die Zahlen zu diskutieren und abzustimmen.

Gegenüber 2014 legte der Verwaltungshaushalt um 5,17 Prozent zu. Der Vermögenshaushalt blieb mit minus 0,06 Prozent auf dem Vorjahresstand. Der Gesamthaushalt bewegt sich seit 1990 zwischen 8,7 und 23,8 Millionen Euro. Heuer sind's unterm Strich 22,37 Millionen Euro.

Auf der Einnahmenseite stehen die weiterhin steigende Gewerbesteuer mit 600 000 Euro Plus, die stabile Einkommensteuerbeteiligung mit 193 000 Euro im grünen Bereich und der um 58 400 Euro gestiegene Umsatzsteueranteil. Von der "Sofort-Milliarde" des Bundes bekommt Auerbach 43 300 Euro ab. Um 243 800 Euro legt die Schlüsselzuweisung des Freistaats zu. Damit fließen aus der Gewerbesteuer 4,1 Millionen Euro in den Stadtsäckel; ein absoluter Spitzenwert. Die Einkommensteuer spült 3,8 Millionen in die Kasse. Die Schlüsselzuweisung beträgt knapp 1,9 Millionen Euro.

"Trotz der Verbesserung der eigenen Steuerkraft ist die für die Berechnung der Schlüsselzuweisung maßgebende Steuerkraftmesszahl noch immer unterdurchschnittlich, so dass die Stadt weiterhin zum Kreis der Schlüsselzuweisungsempfänger gehört", vermerkt die Kämmerei in den Erläuterungen zum Haushalt. Pro Einwohner stieg die Steuerkraft von 632,83 Euro im Vorjahr auf jetzt 650,01 Euro. Damit nimmt Auerbach unter den 27 Kommunen des Landkreises den dritten Rang ein.

A propos Amberg-Sulzbach: Ein großer Brocken auf der Ausgabenseite ist die Kreisumlage. Berechnet wird sie aus einem Basisbetrag, der 2015 bei 7,08 Millionen Euro liegt; 335 200 Euro niedriger als im Vorjahr. Zudem hat der Landkreis den Umlagesatz um einen weiteren Prozentpunkt gesenkt. Die Stadt überweist ihm für dieses Jahr knapp 3,1 Millionen Euro.

4,2 Millionen Euro betragen die Personalkosten für die 105 Beschäftigten der Stadt. Für den sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand gibt sie 5,417 Millionen Euro aus. An den Vermögenshaushalt können voraussichtlich knapp 2,6 Millionen Euro zugeführt werden.

Die Einwohnerzahl der Stadt Auerbach lag zum Stichtag 30. Juni 2014 bei 8831 Menschen. Im Vergleich zum Stand zwölf Monate davor verlor sie 28 Bürger.
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