Saturn beim Skorpion

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Der Meteorstrom der Perseiden schenkt uns ein grandioses Schauspiel am Nachthimmel. Dutzende Sternschnuppen sausen über das Firmament. Aber wo sind Venus und Jupiter?

In den lauen Sommernächten im August dürfen sich Sternengucker auf besonders viele Sternschnuppen freuen. Sie kommen vom prominenten Meteorstrom der Perseiden. Der Höhepunkt der Perseidenaktivität ist in den Morgenstunden des 13. zu erwarten. Stündlich flammen dann über 100 Meteore auf, darunter auch sehr helle Exemplare. Die Sternschnuppen scheinen dem Sternbild Perseus zu entströmen. Sie flitzen in alle Himmelsrichtungen.

Die Perseiden sind recht schnelle Sternschnuppen. Sie treten mit rund 60 Kilometer pro Sekunde - 216 000 Kilometer pro Stunde - in die Erdatmosphäre ein. Mit dieser Geschwindigkeit dauert ein Flug von der Erde zum Mond nur eineinhalb Stunden. In den Tagen vor und nach dem Maximum ist immer noch mit rund fünfzig Meteoren pro Stunde zu rechnen. Die Perseiden sind abgelöste Trümmerstücke des Kometen 109P/Swift-Tuttle.

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Saturn ist im August Paradeplanet der ersten Nachthälfte. Mit Einbruch der Dunkelheit sieht man den ringgeschmückten Planeten am Südwesthimmel im Sternbild Waage an der Grenze zum auffälligen Skorpion. Anfang des Monats geht Saturn eine Stunde nach Mitternacht unter, zu Monatsende aber bereits um 23 Uhr. Am 22. passiert der zunehmende Halbmond den Ringplaneten in zwei Grad nördlichem Abstand. Mars kann unter extrem guten Sichtbedingungen ab 20. August in der Morgendämmerung tief am Nordosthimmel mit einem Fernglas erspäht werden. Im Mai nächsten Jahres wird der Rote Planet dann zu einem auffällig hellen Gestirn werden, das die Blicke auf sich zieht. Venus, die mit ihrem Glanz in den vergangenen Monaten den Abendhimmel beherrschte, ist von der Himmelsbühne abgetreten und bleibt unsichtbar. Erst Ende August erscheint Venus am Morgenhimmel. Sie bleibt Morgenstern bis weit ins Frühjahr 2016. Jupiter, der Anfang Juli von Venus überholt wurde, hat sich ebenfalls vom Abendhimmel zurückgezogen und kann nicht mehr gesehen werden. Der Mond kommt am 2. August mittags mit 362 140 Kilometern Abstand in Erdnähe, am 18. frühmorgens passiert er seinen erdfernsten Punkt. Dabei trennen ihn 405 850 Kilometer von uns. Am 14. tritt um 16.53 Uhr die Neumondphase ein. Vollmond wird am 29. um 20.35 Uhr im Sternbild Wassermann erreicht. Die Vollmondscheibe erscheint besonders groß, da der Mond einen Tag später zum zweiten Mal im August in Erdnähe kommt.

Am Fixsternhimmel dominiert das Sommerdreieck mit Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler. Zu Monatsbeginn steht es gegen 23 Uhr hoch im Süden, Ende August bereits zwei Stunden früher. Weit im Westen funkelt der Bärenhüter, besser unter dem Namen Arktur bekannt. Arktur leuchtet orange-rot und ist der Hauptstern des Sternbildes Bootes oder Rinderhirt. Er zählt zu den fünf hellsten Sternen am irdischen Himmel und ist etwa gleich hell wie die bläuliche Wega.

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Winziger Pluto

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Im Schützen hält sich zurzeit der ferne Zwergplanet Pluto auf. Anfang August steht Pluto knapp südlich des Sternes Sigma1 Sagittarii. Der prominente Zwergplanet kann jetzt am Abendhimmel beobachtet werden, vorausgesetzt, man verfügt über ein Teleskop mit mindestens 25 Zentimeter freier Öffnung und eine gute Sternkarte. Wegen seiner enormen Entfernung von 4770 Millionen Kilometern ist Pluto fast 10 000 Mal lichtschwächer als die schwächsten Sterne, die man an unserem aufgehellten Nachthimmel mit bloßen Augen sehen kann. Im Osten steigt das markante Sternenquadrat des Pegasus empor. Es wird auch als Herbstviereck bezeichnet. Der Große Wagen sinkt im Nordwesten herab während das Himmels-W, die Kassiopeia, im Nordosten höher steigt. Das schimmernde Band der Milchstraße zieht sich im hohen Bogen über das vormitternächtliche Himmelsgewölbe. Am 11. August verlässt die Sonne das Sternbild Krebs und wechselt in das Sternbild Löwe. Am 23. tritt sie mittags in das Zeichen der Jungfrau.
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