SC Eltersdorf beim 3:0-Sieg über DJK Ammerthal klar überlegen - Applaus für Jonczy
Köpfe nach unten

(rba/ref) Ammerthals Trainer Markus Mühling bedankte sich nach dem Spiel bei seinem Torwart: "Ohne die Paraden von Kevin Schmidt wäre die Niederlage noch höher ausgefallen." Der SC Eltersdorf war im vorgezogenem Spiel der 22. Runde der Fußball-Bayernliga die klar bessere Mannschaft, spielte wesentlich schneller und machte kaum Fehler. Die DJK Ammerthal hingegen produzierte gerade im Mittelfeld beim Aufbau etliche Fehlpässe.

Nach sechs Minuten waren alle guten Vorsätze über den Haufen geworfen, Eltersdorf führte 2:0. Nach einer Viertelstunde ließ Mühling alle Ersatzspieler warmlaufen - die besten Ammerthaler bis dahin waren die DJK-Ultras, rund 25 hartgesottene mitgereiste Fans, die trotz allem ihre Mannschaft permanent anfeuerten.

Patrick Hagen war zweimal fast ungehindert in den Ammerthaler Strafraum eingedrungen, beim ersten Tor (2.) passte er auf Michael Mirschberger, der aus kurzer Entfernung einschob. Beim zweiten Treffer (6.) wehrte Torwart Kevin Schmidt noch ab, den Nachschuss platzierte Nicolas Esparza flach ins Eck. Das dritte Tor hatte Hagen auf dem Fuß, als er alleine auf den Ammerthaler Torwart zulief, doch dieser konnte parieren.

Die Gäste, die die ersten Minuten komplett verschlafen hatten, wachten nun auf, und Michal Pospisil hatte eine Chance zum Anschlusstreffer (13.). Alexander Bucher köpfte aus ein paar Metern Entfernung am Tor vorbei (38.). Mehr war nicht - die Spieler des SC Eltersdorf standen jetzt souverän hinten drin und lauerten auf Konter.

Im zweiten Abschnitt passierte bis zur 60. Minute wenig bis gar nichts. Dann allmählich wurde Ammerthal offensiver, musste aber aufpassen. Bei einem Konter drang Tobias Herzner in den DJK-Strafraum ein, spielte zurück auf Messingschlager, aber dessen Schuss wurde abgeblockt. Fast im Gegenzug die beste Chance für Ammerthal: Michal Pospisils Kopfball wehrte SC-Torwart Sebastian Lechner mit einer starken Parade ab (71.).

Dann die Entscheidung: Kevin Köhler legte im Strafraum den Ball auf Oliver Janz, der nur noch zum 3:0 (82.) einschieben musste. Thomas Götzl beschwerte sich darüber beim Schiedsrichter und sah die Gelbe Karte wegen Meckerns. "Da gingen die Köpfe nach unten", erkannte Markus Mühling.

Einen Grund hatten die DJK-Fans dann noch zum Feiern: Als Michael Jonczy am Rande des Spielfeldes auftauchte - er saß weder auf der Eltersdorfer Bank, noch war er im Spielberichtsbogen aufgeführt - gab's Applaus, "als ob er schon ein Jahr für uns gespielt hätte", wie ein Ammerthaler beschrieb.
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