SC hat Boden unter den Füßen

Roland Rittner (rechts) beschwört vor Trainingsbeginn die Rettung des SC Luhe-Wildenau. Kommissarischer Abteilungsleiter Siegfried Goschler (Zweiter von rechts) und Florian Schrepel (links) lauschen den Worten des Trainers. Bild: A. Schwarzmeier

Ende gut, alles gut? Wenn das Gefühl nicht trügt, wird der SC Luhe-Wildenau am letzten Juli-Wochenende an der Startlinie der Bezirksliga Nord stehen.

Luhe-Wildenau. (af) Das am Mittwoch angesetzte Training war der finale Rettungsversuch: Wenn sich nicht genügend Spieler eingefunden hätten, wäre der letzte Funken Hoffnung erloschen, das sportliche Aus des Traditionsvereins endgültig besiegelt gewesen. "15 oder 16 Spieler müssen wir schon haben. Sonst brauchen wir eigentlich nicht in die Saison zu gehen", hatte Coach Roland Rittner noch wenige Minuten vor Trainingsbeginn um 19 Uhr gemutmaßt.

Dann die erste Erleichterung: Immerhin 14 Fußballer standen auf dem Platz, als der kommissarische Abteilungsleiter Siegfried Goschler und Rittner die Begrüßung vornahmen. "Ich hoffe sehr, dass ihr mithelft, dass der SC Luhe-Wildenau nicht den Bach hinuntergeht", lautete der Appell von Rittner.

Es war ein buntes Sammelsurium an Spielern, das sich auf dem Oberwildenauer Sportgelände eingefunden hatte. U19-Akteure aus der SC-Jugend kickten ebenso gegen den Ball wie "Ü40-Akteur" Thomas Herrmann. Hinzu kamen potenzielle Neuzugänge aus beispielsweise Raigering, Grafenwöhr, Weiden und sogar Tschechien.

Mitten im Pulk auch Florian Schrepel. Der Trainer des Mitte-Landesligisten FC Tegernheim war dem Verein in den letzten Tagen nicht nur moralisch zu Hilfe geeilt. Schrepels Versprechen steht: Sollte die Rettung gelingen, wird der Ex-Bayernligaspieler der SpVgg Weiden so oft es geht im SC-Trikot auflaufen. "So ein Verein wie Luhe-Wildenau darf nicht einfach von der Bildfläche verschwinden", lautete seine klare Ansage.

Guter Grundstock

Das finden scheinbar auch die Fußballfans. Rund 40 Zaungäste verfolgten interessiert den Aufgalopp, was Goschler zufrieden registrierte: "Wir sind nicht tot. Das Interesse ist da." Noch zufriedener wurde Goschlers Miene, als er auf seine Spielerliste schaute. " Wenn ein Kern steht, haben fünf, sechs weitere Spieler versprochen, dass sie kommen", erzählte Goschler. Zudem gebe es ein halbes Dutzend zusätzlicher Akteure, vor allem ehemalige SC-Leistungsträger wie Jürgen Ebenschwanger, Matthias Rothballer oder auch Thomas Herrmann, die in die Bresche springen wollen. "Wenn alles klappt, haben wir einen guten Grundstock", freute sich Goschler.

Nach der Trainingseinheit folgte die vorentscheidende Sitzung. Nicht alle anwesenden Spieler konnten sich sofort zu einer Unterschrift durchringen. Dennoch vermeldete Schrepel zu später Stunde stolz: "Das war heute ein Erfolg. Wir haben aktuell 13 Spieler, für die wir einen Passantrag stellen können. Aber das ist erst der Anfang, da werden noch mehr dazu kommen." Vielleicht schon am Freitag. Dann hat Rittner das nächste Training angesetzt.
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