SC Neustadt schwer zu schlagen

Bei der letzten 7:10-Heimniederlage gegen den SV Krefeld hatten die Weidener Wasserballer (links Sean Ryder) einen schweren Stand. Die Aufgabe gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter SC Neustadt an der Weinstraße wird bestimmt nicht einfacher. Bild: A. Schwarzmeier

Die Bundesliga-Wasserballer des SV Weiden stehen vor der nächsten hohen Hürde. Spitzenreiter SC Neustadt/Weinstraße gibt seine Visitenkarte in der Thermenwelt ab.

Weiden. (prg) Vor zwei Wochen mussten die Weidener bei der "Mannschaft der Stunde" der Gruppe B eine herbe Niederlage einstecken. Auch wenn Trainer Gerhard Wodarz kein Spiel der Runde als einfach bezeichnet, gibt es sicherlich lösbarere Aufgaben als das SV-Team derzeit vorgesetzt bekommt. Anpfiff ist am Samstag, 7. Februar, um 18 Uhr.

Die Neustädter um ihren neuen und international anerkannten, serbischen Trainer Dragan Matutinovic (olympisches Silber mit der Nationalmannschaft Spaniens) sind immer noch ungeschlagen in dieser Saison. Nur dem SV Krefeld ist es gelungen, dem SC ein Unentschieden abzutrotzen. Die Lockerung der Ausländerregelung vor der laufenden Saison wurde von keinem anderen Verein so intensiv genutzt wie von den Neustädtern. Keine Mannschaft der deutschen Wasserball-Liga weist so viele ausländische Namen im Kader auf.

Die Neuzugänge scheinen sich richtig gut integriert zu haben. Der SC marschiert fast schon unaufhaltsam in Richtung Gruppensieg. Wenn er nicht noch überraschend stolpert, hat er alle Chancen auf den Aufstieg in die Gruppe A. Im Moment sieht alles danach aus, dass der Play-off-Gegner die SG Neukölln Berlin sein wird. Genau jene Mannschaft, die in der Saison 2009/10 überraschend die A-Gruppen-Zugehörigkeit an die Weidener abgeben musste.

Die SV-Mannschaft um Kapitän Andreas Jahn ist sich der Schwere der Aufgabe bewusst, zumal das Training unter der Woche nicht besonders gut verlief. Einige Spieler sind angeschlagen, andere im Studium oder Beruf eingespannt und wurden bei den Übungseinheiten vermisst. Wodarz musste im "Notmodus" trainieren und konnte in Sachen Taktik bis Donnerstagabend nichts umsetzen. Die Abwesenheit von Jakob Ströll zwingt den Coach, das Spiel seiner Mannschaft zu verändern und Alternativen auf der Centerposition zu suchen. Nur bei einer guten Tagesform werden die Max-Reger-Städter die Gäste aus der Pfalz ins Wanken bringen können.

"Wir stellen uns auf ein sehr schweres Spiel ein, wollen aber unsere Chancen nutzen, dem Tabellenführer Paroli bieten zu können. In Neustadt konnten wir zwei Viertel sogar gewinnen", meint Wodarz. Er richtet den Blick aber bereits auf die kommenden Wochen: "Die wichtigen Entscheidungen werden in der Play-down-Phase ausgespielt, bis dahin müssen wir auf der Höhe sein. Nur das zählt jetzt. Wir müssen konsequent weiterarbeiten und dürfen die Nerven nicht verlieren. Ein geschlossenes Auftreten ist im Moment die oberste Prämisse."

Die Mannschaftsaufstellung: Srajer und Modl im Tor, Aigner, Stefan Kick, Trottmann, Thomas Kick, Langmar, Neumann, Schirdewahn, Jahn, Ryder, Schäfer, Olkhovski.
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