Schaffelhuber triumphiert

Der Platz in Anna Schaffelhubers Trophäenschrank wird langsam eng. Zumal ihr vierter Pokal als Auszeichnung zur Behindertensportlerin des Jahres sicher nicht der letzte gewesen sein wird. "Ich habe noch viel Potenzial, und ich bin in meiner Entwicklung noch nicht am Ende. Sonst wäre es auch schwierig mit der Motivation", sagte die fünffache Paralympicssiegerin aus Regensburg am Samstagabend vor rund 400 Gästen im Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln.

Schaffelhubers Monoski-Kollege Georg Kreiter wurde für seine zwei WM-Titel zum besten Behindertensportler 2015 gekürt. Bestes Team sind die Rollstuhlbasketballerinnen, die nach Paralympics-Gold 2012 in London in diesem Jahr EM-Gold gewonnen hatten. Prothesen-Sprinter Johannes Floors, der mit der 4x100-Meter-Staffel WM-Gold holte, erhielt den erstmals vergebenen Nachwuchspreis.

Schaffelhuber ist mit ihrem vierten Titel nach 2011, 2013 und 2014 in der seit 2004 durchgeführten Wahl bei den Damen nun Rekordhalterin vor Verena Bentele und Kirsten Bruhn (je 3). Für Kreiter war es die Premiere. Die Basketballerinnen waren bereits zum siebten Mal Top.

Die querschnittsgelähmte Schaffelhuber hat bei den Paralympics in Sotschi 2014 fünf Goldmedaillen gewonnen. Vor zwei Wochen wurde die 22-Jährige in Mexiko als Weltbehindertensportlerin ausgezeichnet. Nach Bentele (Biathlon/Langlauf) und Gerd Schönfelder (Ski alpin) 2011 ist Anna Schaffelhuber die dritte Deutsche, die "den Paralympic Sports Award" erhielt. Vor einer Woche bekam sie in der Schweiz noch den Internationalen Sportkristall. "Sotschi war ein Traum, und ich werde das in zehn Jahren immer noch den Wahnsinn finden", meinte Schaffelhuber, die bei der diesjährigen WM in Kanada zweimal Gold holte.
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