Schandfleck im Dorf entfernt

In der Bürgerversammlung in Kaimling ging es unter anderem auch um den Badeweiher am Ortsrand. Die Bäume ringsherum sollen weiterhin stehen bleiben. Besonders bei der derzeitigen Hitze bewähren sie sich als Schattenspender. Bild: dob

"Der Schandfleck inmitten des Dorfs, der fast eine Rattenplage mit sich brachte, ist weg", fasste Bürgermeister Andreas Wutzlhofer bei der Bürgerversammlung in Kaimling zusammen. Das Anwesen gab in den vergangenen Jahren ein klägliches Bild ab.

Es verfiel seit dem Tod der Eigentümerin immer mehr und drohte einzustürzen. Die Erben leben in Holland. Die Stadt bemühte sich, das knapp 3000 Quadratmeter große Gelände, das auf einer Fläche von 420 Quadratmetern einen geschützten Bereich beinhaltet, zu kaufen, doch diese sei mit den jetzigen Eigentümern gescheitert. Orientiert hat sich die Stadt dabei an einem Gutachten des Landkreises Neustadt/WN. "Was die Erben fordern, kann die Stadt nicht zahlen", informierte Wutzlhofer die 23 Besucher, die neben 8 Stadträten im Gasthof "Zum Förster" anwesend waren.

Neuer Mobilfunkmasten

Das Stadtoberhaupt bedauerte zwar einerseits das Scheitern der Verhandlungen, dankte aber im gleichen Atemzug für die schnell eingeleiteten Abbruchmaßnahmen durch die Besitzer, nachdem die Stadt die Verkehrssicherungspflicht angemahnt hatte. Der Spruch "Was lange währt, wird endlich gut" treffe insbesondere auf die Errichtung des Mobilfunkmastens zu. Nachdem der dafür vorgesehene Platz auf einem Kaimlinger Grundstück nun ausgesteckt sei, rechnet der Bürgermeister noch heuer mit der Errichtung des 20 Meter hohen Senders.

Im alten Schulhaus, das auch das Feuerwehrauto des Ortsteils beherbergt, wird kräftig investiert. 36 000 Euro sind für Fassadenerneuerung und die Sanierungen von Balkon mit Geländer, Balkonbelag und Spenglerarbeiten vorgesehen. Die Arbeiten werden einheimische Firmen erledigen, informierte der Rathauschef die Zuhörer. Darüber hinaus wurde der Vorplatz entlang des Spielplatzes neu asphaltiert und eine Entwässerung eingebaut.

Verstopfter Gully

Abgeschlossen wird diesen Herbst die 2012 beantragte Katasterneuvermessung im Ortsbereich von Kaimling. In der Herrenstraße bemängelte Bernd Steger die Verstopfung des Gullys. Außendienstleiter Karl Frey werde sich um den Schaden kümmern.

Alljährlicher Aufreger in der Ortschaft ist ein alter Eschenbaum bei einem Anwesen in der Herrenstraße, der eine Gefahr darstelle. "Da gibt's irgendwann Tote", meinte Steger. Jedes Jahr werde immer wieder aufs Neue darüber diskutiert, und es passiere nichts, klagten die Kaimlinger. Der Bürgermeister wandte ein, dass die Stadt sogar auf eigene Kosten den Baum auf Totholz untersucht und ausgeschnitten habe. Der Baum sei innen komplett hohl, berichteten Anwohner. Robert Krichenbauer, seit kurzem Vorsitzender der Feuerwehr im Ortsteil, besichtigte das Feuerwehrhaus und glaubt, dass es mit ein wenig Fassadenkosmetik, die der Bürgermeister zuvor ankündigte, nicht getan sei. Der Putz weise erhebliche Mängel auf.

Genauso gehöre im Zuge der angedachten Maßnahmen das Dach über dem Haupteingang erneuert. Weiter wünschte sich der neue Mann einen Brief- und Schaukasten für Vereinsaushänge. Frey entgegnete, dass dies Aufgabe des Feuerwehrvereins sei.

40-Tonner-Lastkraftwagen, die von der Autobahn A 6 herkommend über die B 22 fahren, würden fälschlicherweise durch die Navigationssysteme über die Straße "Bierreißl" in Kaimling gelenkt, berichteten die Anwohner. Wutzlhofer will sich deswegen mit dem Bürgermeisterkollegen von Leuchtenberg, Anton Kappl, in Verbindung setzen, um womöglich Abhilfe mit entsprechender Beschilderung zu schaffen. Petra Reil brachte noch Schäden an der Straßenentwässerung im Ellerweg vor, um die sich ebenfalls Frey kümmern wird.
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