Schaumbergers großer Wunsch

Stadtderby in Tirschenreuth: Als Außenseiter empfängt der ATSV am Sonntag um 16 Uhr den FC. In der vergangenen Saison hatte der ATSV mit 2:5 (Szene) und 0:4 zwei Mal klar das Nachsehen. Bild: Gebert

Ein Patzer kostete der SpVgg Wiesau (2./10) die alleinige Tabellenführung in der Kreisliga Süd. Und schon drohen beim unbequemen FC Lorenzreuth (6./8) die nächsten Schwierigkeiten. "Einmal das Stadtderby gewinnen", lautet der Wunsch von ATSV-Trainer Markus Schaumberger.

Tirschenreuth. (kap) Von seiner Anziehungskraft kaum etwas verloren haben dürfte das Stadtderby zwischen dem ATSV Tirschenreuth (15./1) und FC Tirschenreuth. Ein Blick auf die Tabelle weist den FC als klaren Favoriten aus. Der Wunsch von ATSV-Coach Markus Schaumberger wird kaum in Erfüllung gehen. An der Spitze muss sich die SpVgg Wiesau einer übermächtigen Oberfrankenfraktion erwehren. Dazu gehört auch der FC Lorenzreuth (6./8), der an einem guten Tag jeden Gegner schlagen kann.

Der SC Mähring (16./0) wird sich wohl noch gedulden müssen, ehe er die ersten Zähler verbuchen kann. Beim SV Steinmühle (11./4) sah der Sportclub noch nie gut aus.

SV Steinmühle       Sa. 16.00       SC Mähring
Zumindest von der ersten Halbzeit war SV-Trainer Thorsten Meier enttäuscht. Die Niederlage gegen eine starke Selber Mannschaft jedoch ist abgehakt. Gegen den noch punktlosen Tabellenletzten gibt es für Meier nur ein Ziel. "Auch wenn die Gäste mit dem Rücken zur Wand stehen, fordere ich ohne Wenn und Aber einen Dreier." Da er einige Urlauber zu ersetzen hat, gibt Meier die Anfangsformation kurzfristig bekannt. Die Partie gegen den FSV Tirschenreuth stellte sich SC-Spielleiter Stefan Schneider ganz anders vor. "Die Niederlage gegen einen Mitkonkurrenten tut besonders weh. Ich hatte mir viel mehr erwartet." Trotz der guten Neuzugänge passt es einfach noch nicht zusammen. Seit Jahren holte der Sportclub in Steinmühle keinen Punkt. Ob ausgerechnet jetzt der Knoten platzt, wird sich zeigen.

FSV Tirschenreuth       So. 15.00       FC Rehau
Mit drei Roten Karten für Stilp, Ströll und Weiß in der Nachspielzeit erkaufte sich die Heimelf den Sieg in Mähring teuer genug. Dabei zeigte das Team von Trainer Jürgen Ströll eine tolle Moral, als es einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg umbog. Da sich noch zwei Urlauber dazu gesellen, wird es schwierig, eine konkurrenzfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen. "Die Gäste sind klarer Favorit, aber wir werden nichts verschenken", blickt Ströll der Partie sorgenvoll entgegen. Auch die Gäste beklagen einige Urlauber, streben aber selbstbewusst den nächsten Dreier an.

FC Lorenzreuth       So. 15.00       SpVgg Wiesau
Gegen Selb-Plößberg kam die Heimelf mit einem blauen Auge davon. An der Moral gibt es nichts zu bemängeln, glich sie doch einen 0:2-Rückstand in der Schlussphase aus. Als krasser Außenseiter sieht FC-Trainer Fabian Leeb seine Truppe gegen den Bezirksligaabsteiger, zumal etliche Spieler wegen Urlaub fehlen. Deshalb könnte Leeb mit einer Punkteteilung gut leben. Schon etwas enttäuscht reagierte Gästetrainer Markus Pappenberger nach dem mageren 1:1 gegen den ATSV Tirschenreuth. Zu Hause sei ein Sieg eigentlich Pflicht. Mit gemischten Gefühlen sieht Pappenberger der anstehenden Partie entgegen. "Die Hausherren spielen erneut eine ansprechende Runde. Auf uns wartet viel Arbeit." Auch die Gäste hat die Urlaubswelle erwischt, so dass sie nur mit einer Rumpfelf antreten.

TV Selb-Plößberg       So. 16.00       SF Kondrau
2:0 führte die Heimelf bereits in Lorenzreuth, musste sich schließlich mit einem Remis begnügen. "Das liegt mir noch schwer im Magen", gesteht TV-Trainer Birol Yilmaz. "Dafür muss jetzt Kondrau büßen." Es fehlt Kapitän Petr Pleva. 1:4 verloren die Gäste gegen Thiersheim. Trotzdem kann SV-Trainer Jürgen Schmidkonz der Mannschaft keinen Vorwurf machen. "Sie hat gegen einen starken Gegner 90 Minuten geackert." Gerne würde er in Selb punkten, aber ohne Gürbüz, Nerlich und Schoof sinken die Erfolgschancen drastisch. "Vielleicht nehmen wir mit viel Glück einen Zähler mit."

TSV Waldershof       So. 16.00       SpVgg Selb
Erst in der Nachspielzeit kassierte die Heimelf in Arzberg den Ausgleich. Die verlorenen Punkte möchte Trainer Markus Kremser natürlich gerne zurückholen. Aber mit den Oberfranken gastiert seiner Meinung nach ein spielstarker und unbequemer Gegner. "Fehler im Spielaufbau, wie zuletzt, dürfen wir uns nicht erlauben, sollen die Zähler in Waldershof bleiben", sagt Kremser. Hecht, Berger, Bertsch und Heinrich kehren in den Kader zurück. Nichts zu bemängeln gibt es für Gästetrainer Stefan Rogler. "Es macht schon Spaß, meiner Mannschaft zuzuschauen. So kann es natürlich weitergehen." In Waldershof will er erneut guten Fußball sehen und abwarten, was dabei herauskommt. Es gibt keinen Grund für Veränderungen.

TSV Konnersreuth       So. 16.00       TSV Thiersheim
Einen Totalausfall in allen Mannschaftsteilen sah Spielleiter Christian Werner bei der berechtigten Niederlage in Rehau. Um gegen den nächsten Bezirksligaabsteiger nicht erneut unterzugehen, fordert er eine Leistungssteigerung. Werner erwartet einen starken Gast und wäre schon mit einem Punkt einverstanden. Derweil kehren Urlauber zurück, dafür gibt es drei Verletzte. Einen weitaus stärkeren Kontrahenten erwartet Gästevorsitzender Karl-Peter Mötsch. Von den letzten mageren Leistungen der Hausherren will er sich überhaupt nicht blenden lassen. Sein Team ist komplett.

ATSV Tirschenreuth       So. 16.00       FC Tirschenreuth
Noch nie hat ATSV-Coach Markus Schaumberger ein Stadtderby gewonnen. "Vielleicht klappt es ja diesmal." Der überraschende Punktgewinn in Wiesau kommt für den Trainer zur rechten Zeit. Er sollte gut für die Moral sein. Die Personalsituation bleibt unverändert. Mit dem Ergebnis gegen den SV Mitterteich II (3:1) war FC-Spielleiter Thomas Schramm einverstanden, nicht aber mit der Chancenverwertung. Im Derby fordert er einen Sieg, lässt doch die Tabellensituation nichts anderes zu. Es fehlen lediglich drei Urlauber.

SV Mitterteich II       So. 16.00       VfB Arzberg
Deftige Worte fand SV-Trainer Sascha Haberkorn in der Halbzeitpause in Tirschenreuth. "Mit den ersten 45 Minuten war ich nicht einverstanden. So darf sich die Mannschaft nicht mehr präsentieren. Deshalb erwarte ich von ihr eine Trotzreaktion." Personell kann er nichts verändern. Deshalb gibt Haberkorn demselben Kader das Vertrauen.

Schwer einschätzen kann VfB-Spielleiter Rainer Walter die Hausherren. "Bei zweiten Mannschaften weiß man nie, in welcher Aufstellung sie antreten. Außerdem hat uns Mitterteich noch nie gelegen." Trotzdem will er einen Zähler.
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