Schaurig und doch schön

Eigens für diesen Abend fand sich die Formation Transatlantic Folk Flight zusammen. Mit stimmungsvoller Musik begleitete sie die Lesung im Stodel der alten Schmiede. Die Leitung hatte Klemens Gradl (Dritter von links); eine der Leserinnen des Literaturkreises "Seitenweis" war Edith Achatzi (vorne, Zweite von rechts). Bild: rtw

Unheimlich und düster ging's zu. Kein Wunder, war doch vom Tod und vom Hammermörder die Rede. Gespannt verfolgten die Gäste die Lesung mit Musik.

Schaurig-schön war's in der alten Schmiede, in die der Literaturkreis "Seitenweis" zur Lesung mit Musik eingeladen hatte. Zahlreiche Interessierte waren dabei, als in der liebevoll renovierten Scheune beim Anwesen Löhler die Gruppe "Transatlantic Folk Flight" mit ihren Balladen begann.

Zur ersten Kulturveranstaltung im Schmie-Stodl begrüßte Hausherr Werner Löhler das Publikum, das jeden freien Platz ausnutzte, um dabei zu sein. "Schauriges kann auch schön sein und umgekehrt", bemerkte Klemens Gradl, der neben der Leitung der Musik auch mit Textbeiträgen zu hören war, in der Einführung.

Die Besucher mussten sich in puncto "Schönes" jedoch hauptsächlich an die Songs und Instrumentals halten. Denn die Texte, vorgetragen von Mitgliedern des Literaturkreises, verbreiteten eine eher unheimliche und düstere Stimmung. Ob das Grauen aus "Tannöd" oder die Todesahnungen von Thomas Manns "Der Tod" und schon gar die echten "Hammermördergeschichten" aus Zeitungsartikeln waren alles andere als erheiternd. Es gelang, mit akzentuierten und facettenreichen Vorträgen die Besucher zu fesseln und hautnah mit ins Geschehen zu nehmen. Kurzum: ein gelungener Abend. Der Veranstaltungsort hat seine Premiere bravurös gemeistert.
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