Schecklmann geht mit Remis

Elf Jahre lang trug Peter Schecklmann (links) das Trikot der SpVgg SV Weiden. Aus privaten Gründen hängt der untadelige Sportsmann die Fußballschuhe an den Nagel. Vorsitzender Kurt Haas (rechts) und Sportlicher Leiter Thomas Binner (2. von links) verabschiedeten zudem Michael Drechsler, Andreas Koppmann, und Tomislav Galovic (von links). Bild: A. Schwarzmeier

Die SpVgg SV Weiden hat mit dem 1:1 gegen den TSV Großbardorf einen ordentlichen Saisonabschluss hingelegt. Mit Peter Schecklmann nahm ein verdienter Leistungsträger Abschied.

Weiden. (lst) Nach Platz fünf im Vorjahr (58 Punkte) als Aufsteiger verbesserten sich die Schwarz-Blauen heuer um einen Platz. Durch das 1:1 (0:1) gegen Großbardorf schloss die Mannschaft von Trainer Christian Stadler die Spielzeit 2014/15 mit 60 Punkten und als Tabellenvierter ab.

"Wir haben unser Ziel, unter die ersten Fünf zu kommen, erreicht. Unser Abschneiden im Pokal war zudem einzigartig, leider aber nicht ganz erfolgreich", zog SpVgg SV-Vorsitzender Kurt Haas eine zufriedenstellende Saisonbilanz. Und der SpVgg SV-Präsident wusste auch, warum es zum ganz großen Wurf - mit Regionalliga-Aufstieg und Einzug in den DFB-Pokal - nicht reichte. "Aufgrund der finanziellen Situation waren wir kadermäßig einfach zu dünn aufgestellt." Einen Rückschlag stelle der Abstieg der zweiten Mannschaft aus der Bezirksliga dar. "Das trifft uns sehr. Aber wir werden alles daran setzen, dass wir im kommenden Jahr sofort wieder aufsteigen."

Drei Tage nach dem dramatischen Pokalfinale gegen die SpVgg Unterhaching zeigte die Elf von Trainer Christian Stadler gegen den TSV Großbardorf Charakter. Vor allem die Art und Weise, wie die Schwarz-Blauen in der zweiten Hälfte vor den heimischen Fans auftraten, entlockte Stadler ein dickes Kompliment. "Meine Befürchtung war, dass wir nach der herben Enttäuschung am Mittwoch kein Bein mehr auf den Boden bekommen. Das ist aber klar der Charakter unserer Mannschaft, die allen bis zur letzten Minute Paroli bieten will", sagte Stadler. Den couragierten Auftritt der Gastgeber lobte auch TSV-Trainer Dominik Schönhöfer: "In der ersten Hälfte waren wir stärker, in der zweiten Hälfte haben sie uns fast an die Wand gespielt."

Klassezeit am Wasserwerk

Vor dem Anpfiff würdigte der Verein die Leistungen der Spieler Peter Schecklmann, Michael Drechsler, Andreas Koppmann und Tomislav Galovic, die von Haas und Sportlichem Leiter Thomas Binner verabschiedet wurden. Mit Schecklmann hängt ein Spieler, der im Bayernliga-Team zu den Leistungsträgern zählte, mit knapp 31 Jahren die Fußballschuhe aus privaten und beruflichen Gründen an den Nagel. "Ich wünsche dem Team, dass es in der neuen Saison noch besser abschneidet", sagte Schecklmann und versprach: "Ich werde versuchen, bei jedem Heimspiel dabei zu sein." Mit kurzen Unterbrechungen war Schecklmann elf Jahre bei der SpVgg SV. "Es war einfach klasse", blickte der Ex-Kapitän zurück.

Die Gastgeber mussten auf den angeschlagenen Thomas Schneider sowie auf Rafael Wodniok, Stefan Graf und Koppmann verzichten, die in der Bezirksliga zum Einsatz gekommen waren. Dafür standen erstmals die Junioren Marco Kießling und Michael Busch im Kader, die beide Bayernliga-Luft schnuppern durften. "Die Bayernliga hat ein echt anderes Niveau. Ich habe mich total gefreut, als 17-Jähriger reinzukommen", sagte Kießling nach seiner Bayernliga-Premiere.

Der Spielverlauf ist schnell erzählt. Die "Gallier" waren in Halbzeit eins das entschlossener auftretende Team. Die TSV-Pausenführung durch einen satten Schuss von Stefan Piecha, der nach einer Ecke den Ball volley nahm (24.), war durchaus verdient. Mit einer Heimniederlage zum Saisonschluss wollten sich die Gastgeber jedoch nicht anfreunden. Weiden machte Druck und ließ nur noch gelegentliche Gegenangriffe zu. Als Riester den mitgelaufenen Ralph Egeter zu dessen 13. Saisontreffer bediente, war der angesichts weiterer hochkarätiger Chancen hochverdiente 1:1-Endstand perfekt (76.).

"Eigentlich müssten wir unzufrieden sein, nur der vierte Platz und dann kein Pokal auf Bayernebene. Aber andererseits haben wir doch Tolles erreicht", zog Routinier Riester ein versöhnliches Saisonfazit.
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