Scheune ein Raub der Flammen

Ein heftiges Feuer an einem Holzstadel inmitten eines Wohngebietes versetzte am Samstagmittag in Eslarn die Anwohner an der Westend- und Fabrikstraße in Angst und Schrecken. Die Flammen kamen verdächtig nahe an ihre angrenzenden Wohnhäuser. Die Feuerwehr verhinderte Schlimmeres. Bild: dob

70 Feuerwehrleute kämpften am Samstagmittag gegen die Flammen, die in einem am Wohnhaus angebauten Holzschuppen in der Westendstraße wüteten. Durch das schnelle Eingreifen konnte das Wohnhaus vor größerem Schaden bewahrt werden.

Eslarn. (dob/gz) Die Hausbewohner waren nicht daheim. Ein Nachbar, selbst Mitglied der Eslarner Wehr, bemerkte kurz nach 12 Uhr den Rauch und setzte den Notruf ab. Schnell stellte sich heraus, dass nicht wie ursprünglich angenommen ein Gartenhaus, sondern eine an ein Wohnhaus angebaute Holzscheune brannte.

Heikle Lage

"Ich saß gerade bei einer leckeren Schlachtschüssel, als mich die Nachricht erreichte", berichtete der Eslarner Kommandant Josef Kleber. Die Feuerwehren Eslarn, Waidhaus und Pfrentsch kämpften mit Unterstützung der Schönseer Kollegen, die mit der Drehleiter angerückt waren, gegen den Brand an. Kreisbrandrat Richard Meier war ebenfalls vor Ort. Die Einsatzkräfte versuchten, von zwei Straßenseiten aus die Flammen unter Kontrolle zu bringen. "Da die Häuser so nah an der Scheune standen, war die Situation sehr heikel", schilderte zweiter Kommandant Jürgen Merold.

Der starke Sturm verhinderte ein Aufsteigen des Rauches. Somit wurde der Qualm in die Ortschaft gedrückt, was die Brandbekämpfung selbst mit Atemschutz erschwerte. Damit die Zufahrten freigehalten werden konnten und die Einsatzkräfte nicht behindert wurden, sperrte die Feuerwehr sowohl die vorbeiführende Staatsstraße als auch die beiden Gemeindestraßen ab.

Kripo ermittelt

Im Dachbereich griffen die Flammen auf das Wohnhaus über. Zimmerleute dichteten unmittelbar nach den Löscharbeiten das undichte Dach wieder ab. Die etwa 50 Quadratmeter große Scheune wurde ein Raub der Flammen. Auch ein Nachbarhaus wurde durch die starke Hitzeentwicklung in Mitleidenschaft gezogen. Fenster barsten und Jalousien schmolzen.

Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen der Polizei auf mindestens 200 000 Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache hat die Kriminalpolizei Weiden aufgenommen.
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