Schlacht um Regensburg

Nach der Niederlage in der Schlacht von Eggmühl, zogen sich die österreichischen Streitkräfte am 23. April 1819 nach Regensburg zurück. Aufgrund kleinerer Gefechte gelang es, ein Vordringen der Franzosen und Bayern an den Stadtgraben zumindest zeitlich zu verzögern. Österreichs Erzherzog Carl kam zu dem Entschluss, dass nur ein Rückzug eine völlige Vernichtung verhindern kann. Während seine Truppen die Donau relativ zügig mittels einer Hilfsbrücke überqueren konnten, standen den Franzosen keine schweren Kaliber zur Verfügung. Trotz dauerhaften Beschusses, hielt die Regensburger Stadtmauer dem französischen Dauerfeuer lange stand.

Napoleon wollte einen schnellen, kriegsbeendenden Sieg, fürchtete jedoch die Flucht der Österreicher nach Norden. Er beobachtete das Treiben im Norden von der Höhe des Katholischen Friedhofs aus, als ihn eine Gewehrkugel am Rist des rechten Fußes traf, ohne jedoch den Stiefel zu durchschlagen. Tausende Soldaten strömten heran, um sich nach dem Zustand des verwundeten Kaisers zu erkundigen. Napoleon ließ sich kurz verbinden und ritt unter tosendem Jubel seiner Kämpfer die Front ab. Dies war seine erste Verwundung seit der Ernennung zum Kaiser. Eine Gedenktafel in Regensburg erinnert daran.

Als die französischen Truppen nach mehreren Versuchen endlich in die Stadt eindrangen, kämpften sie sich schnell bis zur Steinernen Brücke vor. Der Feind jedoch steckte Stadtamhof in Brand und verhinderte durch das Flammenmeer ein weiteres Vorrücken. Napoleons Truppen plünderten Regensburg und ließen Erzherzog Carls Rückzug in Richtung Böhmen ungehindert zu. Die bayerisch-französische Koalition orientierte sich anschließend in Richtung Wien. (fle)
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