Schlauch platzt: 100 Liter Hydrauliköl beschäftigen Feuerwehren sieben Stunden lang
Nach der Bohrung fließt das Öl

Kein Schnee, sondern Ölbindemittel bedeckte die Fläche rund um den Bohrturm am Tiefbrunnen. Aus einem geplatzten Hydraulikschlauch waren am rund 100 Liter Öl ausgelaufen und ins Erdreich gesickert. Bild: ld
Mehlmeisel. Es musste rasch gehen, um den Schaden möglichst gering zu halten: Auslaufendes Öl aus einem Hydraulikschlauch drohte am Montag das Areal am Tiefbrunnen beim Weg von der Schule zur Staatsstraße 2181 zu verschmutzen. Mit 40 Kräften eilten die Feuerwehren Mehlmeisel, Unterlind und Kemnath zur Baustelle. Gut sieben Stunden sollte sie der Einsatz beschäftigen.

Bei Arbeiten zur Sanierung des Brunnens war an einem Tiefenbohrer ein Hydraulikschlauch geplatzt, rund 100 Liter Hydrauliköl verschmutzten das umliegende Areal. Sofort verstreuten die Brandschützer Ölbindemittel, um ein weiteres Verbreiten und Versickern im aufgeweichten Erdreich zu verhindern. Der Ölschadenanhänger der Feuerwehr Kemnath konnte nach kurzer Zeit wieder abrücken.

Fachleute von Wasserwirtschafts- und Gesundheitsamt, der Gefahrgutkreisbrandmeister der Feuerwehr, Danny Hieckmann, sowie die Verantwortlichen der Baufirma und des Wasserzweckverbandes versuchten an der Einsatzstelle, den Schaden einzugrenzen. Durch die Lage inmitten eines Wasserschutzgebietes galt höchste Vorsicht bei der weiteren Vorgehensweise. Mit Vlies wurde der Bohrer abgerieben. Um das kontaminierte Vlies fachgerecht zu entsorgen, wurden bei einer Firma aus Bindlach Fässer geordert, die der Gerätewagen Florian Bindlach 81/1 nach Mehlmeisel transportierte.

Da sich abzeichnete, dass der Einsatz bis in die Nacht dauern würde, musste der Bereich ausgeleuchtet werden. Erschwerend kamen widrige Wetterverhältnisse mit starkem Wind, Schneefall und Eisglätte hinzu. Die Baustelle musste weitgehend geräumt werden, um das kontaminierte Erdreich abzutragen. Um 23.39 Uhr kehrten die Feuerwehrleute an ihre Standorte zurück. Der Einsatz ging allerdings am Dienstagmorgen weiter. Bei Schweißarbeiten mussten die Einsätzkräfte besonderen Brandschutz gewährleisten.

Kreisbrandinspektor Winfried Prokisch, Kreisbrandmeister Uwe Meier und Gefahrgutkreisbrandmeister Danny Hieckmann hatten Einsatzleiter Johannes Geisler unterstützt. Prokisch lobte die konstruktive Zusammenarbeit mit allen beteiligten Fachleuten, Firmen und Behörden.
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