Schlichter Zaun für den Friedhof

Die Reste der demolierten Kalksandsteinmauer sind abgetragen. Hier wird nun auf einem Granitsockel ein schlichter Metallzaun montiert. Bild: Völkl

Die letzten Reste der eingestürzten Friedhofsmauer sind beseitigt, dem Bauausschuss lagen nun drei Varianten für einen Zaun vor.

Wernberg-Köblitz. (cv) Statt der bisherigen Kalksandsteinmauer soll ein 25 Meter langer Metallzaun errichtet werden. Das Gremium entschied sich in Abstimmung mit Kreis- und Ortsheimatpfleger Leo Berberich für eine schlichte, kostengünstige Variante.

Auf einem einreihigen Granitsockel wird ein einfacher Doppelstab-Gitterzaun - Kosten 3272 Euro - befestigt und entsprechend eingegrünt. Einkalkuliert wurde bei dem Beschluss, dass unmittelbar anschließend ein Maschendrahtzaun steht, der mittelfristig sanierungsbedürftig ist und dann aus dem gleichen Zaunmaterial hergestellt werden sollte. Mit den Arbeiten wurde die Firma Heuberger beauftragt. Eine Gegenstimme kam von Marktrat Gerhard Bäumler, der die aufwendigere Variante für 5801 Euro favorisiert hätte.

Mehr Verkaufsfläche

Dosenware wird im Aldi-Verbrauchermarkt weniger, der "Grünbereich" dehnt sich aus. Für ihn braucht der im Gewerbegebiet angesiedelte Discounter mehr Verkaufsfläche. Sie soll von 767 auf 987 Quadratmeter erweitert werden, informierten Bürgermeister Georg Butz und Bauamtsleiter Stefan Ott. Dafür muss im bestehenden Markt eine Lagerwand zurückgebaut werden. Der Bauausschuss hatte nichts dagegen. Ob das Vorhaben auch im Sinne des Landesentwicklungskonzeptes (LEP) umsetzbar ist, wird das weitere Genehmigungsverfahren zeigen. Um das Ausbluten der Ortskerne zu verhindern, gibt es in Gewerbegebieten gewisse Flächenbeschränkungen. Die angepeilte Verkaufsfläche ist allerdings umsetzbar, wenn der Markt "ausreichend an die bestehende Siedlung angebunden ist". Nach Ansicht der Verwaltung ist das durch den Geh- und Radweg ins Gewerbegebiet und zum Verbrauchermarkt der Fall.

Ein Bauherr plant auf seinem Grundstück "Am Fischerbügel 2" an der südlichen und westlichen Grundstücksgrenze eine Stützwand. Im Bebauungsplan ist eine maximale Höhe von 1,50 Meter vorgesehen. Die geplante Stützwand mit Geländer zur Absturzsicherung läge jedoch bei zwei Metern. Der Bauausschuss befürwortete eine Befreiung vom Bebauungsplan. Die letzte Entscheidung liegt im Zuständigkeitsbereich des Landratsamtes und ist im weiteren Genehmigungsverfahren zu klären.

Auch einige Aufträge wurden vergeben. Im Zuge der Modernisierung des Wasserwerks Kettnitzmühle muss die Tankanlage für das Notstromaggregat umgebaut werden. Für den neuen, den aktuellen Anforderungen entsprechenden Tagestank hat die Firma Putz aus Etzenricht mit 3830 Euro netto das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Die Lieferzeit beträgt sechs Wochen.

Das Betriebssystem der Kläranlage ist zwischenzeitlich überholungsbedürftig. Aufgrund der vielen Abwasseranlagen ist "kein Platz" mehr für Erweiterungen. Zudem ist auf den Computern noch das veraltete Betriebssystem XP installiert, das gegen Zugriffe von außen nicht sicher geschützt ist. Es sind auch neue Rechner und Monitore erforderlich. Die Kosten inklusive Wartungsvertrag über drei Jahre belaufen sich auf 14 148 Euro brutto. Der Bauausschuss beauftragte die Firma HST Systemtechnik GmbH aus Meschede mit dem Update einschließlich der neuen Hardware zum Preis von rund 15 000 Euro. Zur Finanzierung wird ein heuer noch nicht verbrauchter Haushaltsansatz verwendet: die Sanierung des Einmündungsbereiches der Feistelberger Straße in die ehemalige B 15.

Neue Heizung

Im Bauhof ist vor kurzem die Steuerung der Heizungsanlage ausgefallen. Die Anlage ist knapp 30 Jahre alt, eine Reparatur nicht mehr sinnvoll. Die Erneuerung für rund 13 500 Euro wurde wegen der Dringlichkeit der Maßnahme bereits an die Firma Reitinger und Mühlbauer für 13 227 Euro vergeben. Die Arbeiten werden noch im Dezember erledigt.
Weitere Beiträge zu den Themen: Bebauungsplan (4090)12-2014 (6638)
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