Schlittenfahrt mit Kermit

Rüdiger Eisenhauer (rechts) präsentierte mit seiner Band Weihnachtslieder in einem etwas anderen Gewand. Das Publikum am Schafferhof war begeistert. Bild: Werner

Von Schnee draußen keine Spur, aber drinnen im Schafferhof gab es trotzdem eine wilde Schlittenfahrt. Rüdiger Eisenhausers "Sleigh Ride Orchestra" hatte sogar ein Mitglied der Muppets aufgesattelt.

Weihnachtsstimmung bei deutlichen Plus-Graden zu verbreiten ist gar nicht so einfach. Gittarist Rüdiger Eisenhauer - ein gebürtiger Neuhauser - versuchte mit seiner genialen Band erst gar nicht, für eine zu andächtige Atmosphäre zu sorgen. Die zweistündige musikalische Schlittenfahrt mit einem Wirbelsturm an Rockabilly, Swing und Jazz machte im gut besuchten Schafferhof mächtig Laune. Die sieben Akteure auf der Bühne wurden begeistert gefeiert.

In groovigem Gewand

Eisenhauers Projekt greift sich Klassiker wie "Last Christmas", "Let It Snow" oder "White Christmas" und packt sie in neues, grooviges Gewand. Gut, das machen viele andere Künstler auch.

Die Truppe in Neuhaus schaffte es aber vor allem mit etwas schrägeren Weihnachtsliedern, Unverwechselbarkeit zu erzeugen. Allen voran mit "One More Sleep'Til Xmas" (so auch der Titel der CD), einem Lied aus der Muppets-Weihnachtsgeschichte. Sänger Martin Strasser mimte den Kermit: Comedy als große Kunst. Applaus, Applaus!!!

Strasser glänzte auch bei "Fairytale of New York" von The Pogues als versoffener Punk. Seine stimmgewaltige Partnerin Klaudia Salkovic sorgte mit einer sympathischen Performance für den kongenialen Part. Sie schaffte es mit dem wunderbar-melancholischen "River" von Joni Mitchell für absolute Ruhe und Gänsehaut in der Tenne zu sorgen.

Donnernder Applaus

Furios auch die Band um Eisenhauer und die beiden Sänger: Matthias Bublath am Piano, Dirk Rumig am Saxofon, Felix Wiegand am Kontrabass und Guido May am Schlagzeug. Eine fein ausgewählte Truppe, die schon mit Acts wie Dick Brave, Sarah Connor, Deep Purple oder Passport aufgetreten ist. Ein unkonventioneller Abend, der von Minute zu Minute schöner wurde. Eisenhauer freute sich bei seiner Heimkehr wie ein Schneekönig über den donnernden Applaus und über seine persönliche Zugabe - "saure Bratwürscht".
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