Schlüssel in Hand der Stadt

Im Beisein des Liegenschaftsverwalters der Stadt, Alfons Ederer (von links), nahm Bürgermeister Armin Schärtl aus der Hand des Sparkassen-Vorstands Wilfried Bühner den symbolischen Schlüssel für das von der Stadt erworbene Sparkassengebäude entgegen. Wilfried Bühner und der Geschäftsführer der Sparkassen-Immobilienentwicklungsgesellschaft, Markus Viehauser, würdigten die gute Zusammenarbeit. Der Nabburger Gebietsdirektor Günter Süß und sein Team werden in zwei Jahren ins neue Domizil umziehen. Bilder: Völk

Seit heute befindet sich das Sparkassengebäude im Besitz der Stadt Nabburg. Die Banker sind noch rund zwei Jahre Mieter, bis sie ihren Neubau auf dem Gelände des früheren "Hotel Post" beziehen. Gestern wurde Bürgermeister Armin Schärtl schon mal der symbolische Hausschlüssel ausgehändigt.

Nabburg. (cv) Wilfried Bühner, Vorstandsmitglied der Sparkasse im Landkreis Schwandorf, hatte den Schlüssel nach Nabburg mitgebracht. Im Sitzungssaal der Sparkasse hatten Markus Viehauser, Geschäftsführer der Immobilienentwicklungsgesellschaft GmbH, seine Kollegin Jutta Feldmeier, der Nabburger Gebietsdirektor Günter Süß, Bürgermeister Armin Schärtl und der Liegenschaftsverwalter der Stadt, Alfons Ederer, Platz genommen, um letzte Details abzustimmen. Die Stadt ist seit heute in Besitz des Sparkassengebäudes und der Stellplätze in der Seilergasse. Das Geldinstitut bleibt in den nächsten zwei bis zweieinhalb Jahren zur Miete im Gebäude, bis sie nur einige Meter weiter auf das Areal des "Hotel Post", in das neu zu bauende Gebäude umzieht. Auch die Mietverhältnisse mit Friseur und Hebammenpraxis bleiben bestehen.

Ein konkreter Interessent

In dieser Übergangszeit wird das 23-köpfige Sparkassen-Team etwas zusammenrücken. Für das zweite Obergeschoss - knapp 300 Quadratmeter - hat ein Nabburger Dienstleistungsunternehmen Interesse angemeldet. Ein Umzug wäre noch Ende des Jahres geplant. Den Stand der Dinge bezeichnet Bürgermeister Schärtl als "sehr vielversprechend". Als Verwendungszweck für das weitere Gebäude hat Schärtl ein Start-Up-Zentrum - möglicherweise unterstützt mit EU-Fördermitteln - in die Diskussion geworfen. Es gebe derzeit jedoch noch nichts Konkretes.

Für die gegenüberliegenden Parkplätze, die Garagen und das "Leingärtner-Haus" hat die Stadt eine Kaufoption bis 31. Dezember 2017. Der Stadtrat habe signalisiert, dass man sie nicht verstreichen lassen werde. Bürgermeister Armin Schärtl dankte der Bank "für die unkomplizierte und zielorientierte Zusammenarbeit". Ein Kompliment, dass Wilfried Bühner und Markus Viehauser gerne zurück gaben. Schärtl sieht in dem Neubau der Sparkasse eine Initialzündung für das Sanierungsgebiet Unterstadt. Da die Sparkasse dem Verkauf einer Teilfläche des Hotel-Post-Areals an die Stadt positiv gegenüber steht, kann das Nadelöhr, das am "Friedhofs-Eck" zum Schulberg führt, geweitet werden. Es habe zudem schon Beratungsgespräche des Städteplaners mit Anliegern gegeben, um über das kommunale Förderprogramm das Umfeld aufzuwerten. Für die Sparkasse steht nun der Abriss des alten Hotel-Gebäudes auf der Agenda. Zunächst wird geprüft, ob Altlasten beseitigt werden müssen. In den nächsten drei Wochen folgt die Ausschreibung für den Abbruch. Je nach Kapazität der Firmen wäre laut Sparkassen-Vorstand Bühner ein Abbruch im August, in den Sommerferien, ideal. Bis der Neubau mit Parkplätzen fertig und eine Verkehrsanbindung geschaffen sei, werde noch einige Zeit vergehen. Ziel sei ein Umzug in zwei Jahren.

Weiterhin Kopfstelle

Das neue Gebäude werde wieder "Vollsortimenter", betonte Wilfried Bühner. "Nabburg bleibt Sparkassen-Kopfstelle". Bis zum Umzug würden Kunden und Personal von der Veränderung kaum etwas spüren. Ein Geschäftsbetrieb in einer Baustelle bleibe ihnen erspart. Bürgermeister Schärtl gibt zu bedenken, dass auf die Stadt bei einem Kauf des Hotel-Geländes auch die mögliche Altlastenentsorgung und die Abrisskosten zugekommen wären. Dann hätte die Suche nach einem Investor begonnen. Die Situation, dass nun ein Investor gefunden sei, der das alte Gebäude abbricht und neu baut, bezeichnete Schärtl als Glücksfall. "Insgesamt eine Win-win-Situation", fasste Markus Viehauser zusammen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Sparkasse (9729)Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.