Schlüsselposition im Ernstfall

Ohne Maschinisten würden die Brandschützer sprichwörtlich auf dem Trockenen sitzen. Erst sie gewährleisten, dass die Pumpen und Aggregate im Ernstfall auch laufen. Da gilt es, mit der technischen Entwicklung der Geräte Schritt zu halten.

Pressath. (is) Theoretische und praktische Kenntnisse vermittelte ein 36-stündiger Maschinistenlehrgang im Feuerwehrhaus, der am Montag endete. Schwerpunkt für die 19 Floriansjünger aus dem Kreisbrandinspektorbezirk West war die praktische Ausbildung an kraftbetriebenen Geräten und Feuerlöschkreiselpumpen.

Im Lehrgang, den der Pressather Kommandantenstellvertreter Ralf Schupfner leitete, standen zunächst die Dienst- und Unfallverhütungsvorschriften auf dem Programm. Im praktischen Teil folgten eine Einführung in die Gerätekunde sowie die Wasserförderung über eine längere Schlauchstecke. Dabei ging es auch um die richtige Entscheidung bei der Wahl der Wasserentnahmestelle.

Verantwortung bewusst sein

Ein wichtiger Punkt war auch die Vermittlung von Kenntnissen im Bereich der Straßenverkehrsordnung und der Straßenverkehrszulassungsordnung. Der Maschinist muss sich im Einsatzfall jederzeit über die Verantwortung für Mannschaft und Gerät im Klaren sein. Von seinem Können hängt oft der Erfolg des ganzen Einsatzes ab.

Am Lehrgangsende mussten sich die Brandschützer einer schriftlichen Prüfung stellen. Als nach knapp einer Stunde die Fragebögen ausgefüllt und ausgewertet waren, stand fest, dass alle das Ziel mit sehr gutem Erfolg erreicht hatten. Der für die Maschinistenausbildung im Landkreis zuständige Kreisbrandinspektor Hans Rewitzer freute sich bei der Übergabe der Zeugnisse und lobte den Fließ der Teilnehmer. Sein Dank galt Lehrgangsleiter Ralf Schupfner sowie den Ausbildern Marco Harrer (Neustadt/WN) Heinz Koppauner (Pressath), Heinrich Rewitzer (Vohenstrauß) und Stefan Meier (Neustadt/WN). Lobend erwähnte der Kreisbrandinspektor auch die Helfer Dominik Muhr und Ronald Huber (beide Pressath). Er vergaß auch nicht Heidi Schupfner, die durch ihre gute Küche die Lehrgangsteilnehmer "bei Laune" gehalten hat.

Sicher statt schnell

Bei der "Manöverkritik" wies Rewitzer darauf hin, dass durch den Lehrgang quasi die Gesellenprüfung abgelegt worden sei: "Die Meisterprüfung muss jetzt bei den Heimatwehren abgelegt werden." Dabei sollte aber die Devise lauten "Sicherheit geht vor Schnelligkeit".

Pressaths Bürgermeister Werner Walberer dankte den Aktiven für ihre Bereitschaft, sich in der Freizeit diesem Lehrgang zu unterziehen. Die Stadt sei sehr gerne bereit, Gebäude und Gerätschaften zur Verfügung zu stellen, da auf eine gute Ausbildung der Wehrmänner großer Wert gelegt werde. Mit einem gemeinsamen Essen im Florianstüberl endete der Kurs.
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