"Schluss mit lustig"

Roland Rauch (Sechster von links) steht weiterhin an der Spitze des Ortsverbandes, sein Stellvertreter ist zweiter Bürgermeister Gerhard Kres (Fünfter von links). Geehrt wurde für 25 Jahre Treue zur CSU Gabriele Pschierer (Dritte von rechts), verabschiedet Christian Lorenz (Vierter von rechts). Bild: mh

Der wiedergewählte CSU-Vorsitzende Roland Rauch kritisierte die "unausgewogene Gemeindepolitik". "Ich wehre mich dagegen, wenn der Zug nur in eine Richtung fährt", sagte er und nannte als Beispiel die seiner Meinung nach ungleiche Behandlung der Feuerwehren.

Da ist Schluss mit lustig", wetterte der Vorsitzende. Oberwildenau soll auch in Zukunft nicht zu kurz kommen. Man werde weiterhin deutlich auf Missstände hinweisen, wenn nicht über die Fraktion, dann über den Ortsverband. "Ich will nur Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und Anstand", sagte er in der Jahreshauptversammlung. Auch wenn man das Bürgermeisteramt nicht errungen habe, könne man mit vier gehaltenen Marktratsmandaten zufrieden sein. "Darauf lässt sich aufbauen", resümierte Rauch die Kommunalwahl.

Beibehalten wolle man auf jeden Fall die Bürgergespräche. Es habe sich gezeigt, dass es an allen Ecken und Enden knistere und brenne, spielte Rauch auf zahlreiche Probleme in der Gemeinde an. Beim letzten Gespräch dieser Art habe man Mühe gehabt, die Zuhörer im "rappelvollen Naabtalhaus" unterzubringen, sagte der Vorsitzende im SC-Sportheim. "Der Bürger hat ein Recht auf Information" , betonte der Ortsverbandschef unter dem Applaus der Versammlung. Den Mitgliederstand bezifferte er mit 62.

Schriftführer Harald Frischholz erwähnte besonders den Neujahrsempfang und die Informationsveranstaltungen. Schatzmeister Peter Kagerer gab letztmals über die Finanzen Aufschluss. Zweiter Bürgermeister Gerhard Kres dankte Wahlkampfmanager Sebastian Hartl und den Helfern. "Wir lassen den Kopf nicht hängen und werden weiter für die CSU, die Marktgemeinde und für Oberwildenau kämpfen", sagte er unter dem Beifall der Gäste. Kres ging auf die fehlenden Bauplätze im Gemeindegebiet ein, auf die Verbesserungs-Maßnahmen in den drei Friedhöfen und auf Investitionen im Straßen- und Radwegebau.

Aus der Klausurtagung mit Luhe und Neudorf seien Anträge für einen neuen Internetauftritt, eine neue Fassade für die alte Schule in Luhe, eine Verbesserung des Pendler-Parkplatzes in Unterwildenau und für mehr Verkehrssicherheit hervorgegangen. Weitere Themen seien Straßenausbauplanungen und Brückensanierungen gewesen. Auch habe die CSU für die Einstellung eines weiteren Arbeiters im Bauhof plädiert - "das wäre wichtiger" - und nicht für eine zusätzliche Kraft in der Verwaltung. Stephan Oetzinger, Kreisfraktionsvorsitzender der CSU, hob die gute Zusammenarbeit mit der SPD auf Kreisebene hervor. Im Kreishaushalt stünden Schuldenabbau, Investitionen sowie die Schaffung und der Erhalt von finanziellen Spielräumen im Mittelpunkt. Oetzinger plädierte für eine konstante Kreisumlage mit 45 Punkten.

Lobesworte gab es für Gabriele Pschierer, die 25 Jahre der CSU die Treue hält, ebenso für Bernhard Ippisch und Hermann Prölß, der 35 Jahre dabei ist. Verabschiedet wurde Christian Lorenz, dem Kres und Rauch nicht nur für seine politische Arbeit dankten, sondern auch für die Unterstützung darüber hinaus. Lorenz bleibt passives Mitglied.
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