Schmerz lass' nach

Jessika Wöhrl-Neuber (Zweite von links) dankte Susanne Geier-Vogt (links) für ihre Tipps zur Schmerzbewältigung in der Schwangerschaft. Bild: jzk

Für jede Frau ist die Schwangerschaft ein einschneidendes Ereignis. Das gilt auch für ihren Körper, was sich unter anderem in Übelkeit und Schmerzen äußern kann.

Kemnath. (jzk) Um dies zu vermeiden, hatte das Familienzentrum Mittendrin schwangere Frauen zu einem Kurs mit Susanne Geier-Vogt eingeladen. Das Seminar hatte die Massagetherapeutin und Entspannungstrainerin aus Kirchenpingarten unter den Titel "Entspannte neun Monate - Schmerzprävention in der Schwangerschaft" gestellt. Den Teilnehmerinnen erklärte sie, wie Taping, Osteopathie und Entspannungstechniken in der Schwangerschaft helfen können. "Jede Frau wünscht sich eine spontane Geburt, die problemlos verläuft", wusste die Expertin. "Manche vergleichen den Geburtsvorgang mit einem Marathonlauf." Wichtig sei, den Körper auf die Schwangerschaft vorzubereiten und den Erstgebärenden die Ängste zu nehmen.

Dazu gehöre auch, sich mit bestimmten Körperstellungen auf die bevorstehende Geburt vorzubereiten. "Eine Körpertherapie ist eine sanfte manuelle Behandlungsmethode, die über Muskeltests ermittelt, welche Regelkreisläufe des Körpers nicht mehr richtig funktionieren", erklärte Geier-Vogt. Danach werde dem Gehirn über verschiedene Techniken der Osteopathie, Cranio-Sakraltherapie und Akupressur wieder eine normale Reizverarbeitung ermöglicht. Gerade wegen ihrer Sanftheit sei diese Therapie bestens für Schwangere geeignet.

Damit könnten nicht nur motorische Probleme des Bewegungsapparats, sondern auch Störungen des Immun- und Hormonsystems sowie Herz-Kreislaufbeschwerden gelöst werden. "Reden mit dem Körper funktioniert nur auf einer Ebene, die durch den Verstand nicht beeinflusst wird", meinte die Entspannungstrainerin. Beim Taping werde durch die Elastizität des Bandes die Haut angehoben und die Durchblutung gefördert. Lymphe könnten abfließen, Schlacken abtransportiert werden.
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