Schneemangel das Problem

Wenn auch erst im Februar, aber zumindest konnten die Wintersportler elf Tage "vor der Haustür" am Skihang Haselleite in Ortlesbrunn mit ihren Brettln abschwingen. Ein Verdienst der Mitglieder im Skiclub Auerbach, die in ihrer Hauptversammlung Bilanz zogen.

Der Einsatz freiwilliger Helfer beim Liftaufbau am 22. November letzten Jahres war damit nicht vergeblich, zumal dank der guten Schneelage auch drei Schultage und Skikurse für 26 Kinder im Anfängerbereich zu betreuen waren.

Lift- und Hüttendienst

"Der Arbeitsaufwand einschließlich Lift- und Hüttendienst in der kurzen Zeit ist bestimmt nicht stressfrei an den Aktiven vorübergegangen", machte Konrad Pöpel, der Vorsitzende des Skiclubs, im Bistro Wittmann deutlich. Der Liftabbau lief in den ersten Apriltagen. Trotz der kurzen Schneesaison gab es beim Skiclub, mit 650 einer der mitgliederstärksten Vereine Auerbachs, das Jahr hindurch volles Programm. Zwar mussten wegen schlechten Wetters zwei Termine abgesagt werden, dafür aber wurden die weiteren Events zum vollen Erfolg.

Im Fichtelgebirge

Wegen des Schneemangels der letzten Jahre wurden die Skikurse für Kinder ab sieben Jahre Ende Januar an zwei Tagen erstmals im Fichtelgebirge angeboten. Um die Ausbildung der 21 Anfänger und 17 Fortgeschrittenen kümmerten sich sechs Skilehrer und ein Betreuer. Beate Pöpel und Brigitte Bradl stellten mit entsprechendem Nachschub aus Auerbach den Kraftaufbau sicher.

Von der Skifahrt zum Arber im Februar mit Betreuung der Kinder ließen sich 52 Teilnehmer anlocken. Für die 32 Skifans war die Skifreizeit in Pyhrn, die auch 2016 eingeplant ist, wieder ein tolles Erlebnis. Einen reibungslosen Ablauf des Skibasars im November in der Aula der Mittelschule garantierte das altbewährte Team. Spaß bereitete auch die Kanutour der Skiclub-Jugend auf dem Schwarzen Regen. Von regem Zulauf beim Inliner-Schnupperkurs beim städtischen Ferienprogramm berichtete der Technische Leiter Rudolf Bradl. Regen zwang dazu, das Grillfest in die Skihütte zu verlagern, der erhoffte Schnee bei der Weihnachtsfeier fiel ebenfalls in Form von Wasser und machte damit die Fackelwanderung unmöglich.

In Zusammenarbeit mit den Naturfreunden wurde von Martina Deinzer, Rudolf Bradl und Sabine Lohner die Skigymnastik in der Helmut-Ott-Halle abgehalten. Tief in die Kasse musste der Skiclub greifen. Laut Kassenverwalter Georg Meisel riss nicht nur der mangelnde Liftbetrieb ein Loch. Das Minus wird aus den Rücklagen gedeckt. An größeren Ausgabeposten benannte er die Ausbildung der Skilehrer, verstärkt wird das Team jetzt durch Daniel Siegler, Lisa Sattler und Philipp Lehner, und die aus versicherungstechnischen Gründen notwendige Brandmauer in der Skihütte. Umso dankbarer wurde der gewährte Zuschuss der Stadt für diese Baumaßnahme wie auch für die Anschaffung der Pistenraupe angenommen.

Flutlichtanlage ändern

Neue Ausgaben in diesem Jahr sind bereits vorprogrammiert. So soll die Instandsetzung der Flutlichtanlage in Angriff genommen werden. Notwendig ist auch nach den TÜV-Bestimmungen die Installierung einer zusätzlichen Schutzeinrichtung am Lift, um noch mehr Sicherheit zu garantieren. Rudolf Bradl und Lukas Lehner werden sich einbringen, damit die Anlage den neuesten technischen Anforderungen entspricht.

Mit launigen Worten wusste 3. Bürgermeister Norbert Gradl die Arbeit des Vereins zu schätzen. "Der Skiclub hat einen ganz mächtigen Gegner, den Klimawandel." Beeindruckend sei es und lobenswert, wie die Verantwortlichen um jeden Tag mehr beim Liftbetrieb kämpfen.
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