"Schneinderhof" in Berlin ausgezeichnet
Silber für Edelrindersalami

Vohenstrauß. (ms) Bioprodukte sind gefragt wie noch nie. Auf der Internationalen Woche in Berlin setzten sie besondere Akzente zu Nachhaltigkeit und regionaler Bio-Qualität. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zeichnete die zehn besten Bioprodukte im Freistaat aus. Unter den Preisgekrönten ist auch ein Familienbetrieb aus Vohenstrauß.

In der Oberpfalz wurden nur zwei Betriebe geehrt: Silber gab es für den Klosterschinken der Klosterbetriebe Plankstetten in Berching und für die Edelrindersalami des Demeter-"Schneinderhofes" in Vohenstrauß. Hubert Ram war mit Ehefrau Gabriele und den drei Kindern zur Ehrung nach Berlin gereist. "Das ist eine große Auszeichnung", freute sich der Vohenstraußer, der 1990 als 19-Jähriger den "Schneinderhof" übernommen und auf biologischen Anbau umgestellt hat. Seine Produkte enthalten keine Konservierungsstoffe.

Vor allem sein Angusrind ist begehrt. "Der Absatz hat in den letzten Jahren rasant zugenommen", beobachtet Ram. Allein heuer zu Weihnachten hat er fünf Bullen vermarktet. Er beliefert Bioläden in ganz Deutschland. Aber auch Sternekoch Thomas Kellermann auf der Burg Wernberg setzt auf frisches Rindfleisch vom "Schneinderhof".

Prämiert wurde die Edelrindersalami in Naturreife, die der Familienbetrieb mit hochwertigem Deutsch-Angus-Weiderindfleisch, besten Biogewürzen und ohne jegliche Zusatzstoffe herstellt. Das Geheimrezept? "Viel Zeit", erklärt Ram. Durch die zwölf Wochen dauernde Naturreife entwickelt die Salami ein besonderes Aroma. Der Geschmack und die handwerklich traditionelle Herstellung hatte dem "Schneinderhof" bereits die Nominierung zum Demeter-Produkt des Jahres 2014 eingebracht.

Auch die artgerechte Haltung ihrer Rinder ist der Familie Ram sehr wichtig. Die Tiere werden auf der Weide gehalten und fressen im Sommer nur Gras und Heu, im Winter wird außerdem getrocknetes Kleegras gefüttert. Kraftfutter und Maissilage bekommt das Vieh nicht. Ram baut außerdem die Urgetreidesorten Dinkel und Emmer an.

Die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ) organisierte den Wettbewerb bereits zum dritten Mal. Vorsitzender Josef Wetzstein würdigte mit dem Minister die zehn besten bayerischen Bio-Produkte 2015. Während der Prämierung konnten sich die Messebesucher von der Originalität und dem Geschmack der Bio-Schmankerl überzeugen.

Bei der Auswahl durch die fünfköpfige Jury standen nicht nur Geschmack und Qualität im Vordergrund; auch das soziale Engagement der teilnehmenden Unternehmen, die nachhaltige Produktionsweise sowie Beiträge zu Umwelt- und Naturschutz gehörten zu den Auswahlkriterien. 47 Unternehmen hatten sich mit insgesamt 61 Produkten beworben.
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