Schnelle Leitung direkt ins Haus

Der Breitbandausbau des Marktes Königstein war das Hauptthema in der Marktratssitzung. Von den Gremiumsmitgliedern wurde hier viel Sitzfleisch abverlangt, ging es doch um die Ergebnisse der Bürgerumfrage sowie die Beschlüsse zum Auswahlverfahren des Breitbandausbaues, die gefasst werden mussten.

Martin Haller, der Königsteiner Breitbandpate und Experte auf diesem Gebiet, ging in der Sitzung auf die einzelnen Versorgungsgebiete sowie die verschiedenen Erschließungsmöglichkeiten mit FTTB (Glasfaser bis in das Haus) oder auch den KVZ-Überbau in den einzelnen Ortsteilen ein. Er berichtete auch über die Rückmeldungen der Bedarfsumfrage. Hier merkte er an, dass die Umfragebögen nur dort direkt bei den Eigentümern verteilt wurden, wo eine eventuelle FTTB-Erschließung am wahrscheinlichsten wäre, wobei sich aber auch alle anderen Grundstückseigentümer im Marktgebiet dieser Umfrage anschließen konnten.

Bedarf überprüft

Der Rücklauf dieser Bürgerbefragung aus dem Neubaugebiet-Ossinger sowie dem Baugebiet in Pruihausen lag zwischen 57 und 64 Prozent. Auch aus Kürmreuth und Hannesreuth wurde Bedarf angemeldet, lediglich aus dem Gebiet Fichtenhof gab es keine Rückmeldung. Dem Marktrat bot dies eine erste Beurteilung des Bedarfes, der in der nichtöffentlichen Sitzung aus datenschutzrechtlichen Gründen genauer von dem Breitbandpaten erläutert und besprochen wurde.

Haller merkte an, dass ein kompletter FTTB-Ausbau im gesamten Gemeindegebiet zwar technisch möglich, aber finanziell nicht machbar sei. Die Kosten hierfür würden wahrscheinlich an die Zehn-Millionen-Euro-Grenze gehen. Deshalb war es notwendig, eine Vorauswahl zu treffen, wo eine FTTB-Erschließung am wirtschaftlichsten und am wahrscheinlichsten sein wird. Der Kostenrahmen des Breitbandausbaues von 1,15 Millionen Euro soll nicht überschritten, aber auch die maximale Fördersumme von 920 000 Euro ausgeschöpft werden.

Als Erschließungsgebiet für den Glasfaserausbau bis in das Haus (FTTB) wurde ausgewählt: Das Neubaugebiet "Am Ossinger" in Königstein sowie das Neubaugebiet in Pruihausen. In diesen Zonen erscheint es dem Marktrat am wahrscheinlichsten, dass eine Umsetzung der FTTB-Technologie zum Tragen kommen könnte.

Die Leistungsanforderung an die Übertragungsraten in diesen beiden Gebieten wurde auch festgelegt, sie beträgt für den Downloadbereich Minimum 200 MBit/s und für den Uploadbereich Minimum 20 Mbit/s. Alle anderen, definierten Gebiete im Gemeindebereich, werden beispielsweise mit KVZ-Überbau versorgt. Die Leistungsanforderung an die Übertragungsraten in den definierten Erschließungsgebieten liegt hier bei Minimum 50 MBit/s für einen Teil aber nicht weniger als 30 MBit/s im Download für alle möglichen Endkunden sowie mindestens 3 MBit/s im Uploadbereich.

Deutliche Verbesserung

Somit ist sichergestellt, dass das im gesamten Gemeindegebiet eine deutliche Verbesserung durch den Breitbandausbau erreicht wird und alle Bürger in den Genuss eines schnelleren Internets kommen.

Der Abschluss des Breitbanderschließung ist für das Jahr 2017 vorgesehen. Abschließend bezeichnete es Bürgermeister Hans Koch als Glücksfall, dass die Marktgemeinde mit Martin Haller einen exzellenten Fachmann gefunden hat, der mit seinen Wissen die Grundlagen erarbeitete, so dass nun die Ausschreibung erfolgen kann.
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