Schnelles Internet in jedem Dorf

Da die Toilettenspülung von den Kleinen im Kinderhaus oft nur schwer zu bedienen ist, sollen nun neue Toilettenspülkästen eingebaut werden. Bild: wg

"Wir können uns glücklich schätzen", freute sich Bürgermeister Josef Schmidkonz. Denn für die Breitbanderschließung liegt ein Angebot vor, das den gesamten Gemeindebereich abdeckt, "auch die Einöden".

Freilich müsse das Angebot noch genau geprüft werden, bevor ein Vertrag unterschrieben werde. Aber es gebe sieben Jahre Garantie. "Innerhalb von 14 Monaten haben wir Internet-Anschluss für jedes Haus - außer für Poppenreuth und Mähring, die schon jetzt gut versorgt sind", strahlte Josef Schmidkonz in der Gemeinderatssitzung. Die Kosten für die Breitbanderschließung: 1,222 Millionen Euro.

Für die Deckungslücke von 1 180 785 Euro erhalte die Gemeinde maximal 80 Prozent (920 000 Euro) Förderung (bedingt durch die Zusammenarbeit mit Bärnau). Bürgermeister Schmidkonz: "Das war genau der richtige Weg und das, was wir wollten."

Glücksfall

Die größeren Orte würden zuerst mit Kabelverzweigern erschlossen. Danach folge die Weiterverlegung in die Häuser (bis 30 Megabit). Kleinere Orte bekämen Glasfaserkabel direkt ins Haus (bis zu 50 Megabit). Schmidkonz: "Wir müssen zwar eine schöne Summe investieren. Aber es ist ein Glücksfall für uns, dass alles erschlossen werden kann."

Im Einvernehmen mit Elternbeirat und Personal des Kindergartens beschloss der Marktrat, das Sofa dort gegen ein abwaschbares auszutauschen. Wegen der Gartensanierung soll Kreisfachberater Harald Schlöger Vorschläge einbringen. Die Heizung im Kindergarten soll in den Sommerferien neu installiert werden. Dann könne man auch gleich die Raumschale tünchen und den Putz ausbessern. Für den Austausch der Toilettenkästen liege bisher nur ein Angebot vor. Mit der Garderobe müsse man warten, bis die Heizung installiert sei. Thema war auch die Änderung des Bebauungsplans "Poppenreuther Straße" in Großkonreuth. Alle Träger öffentlicher Belange waren angeschrieben worden. Meist gab es keine Einwände.

Erhalten hat die Gemeinde einige Hinweise, die noch eingearbeitet werden. So will das Bayernwerk einen Trafo aufstellen, "dafür kommt die Hochspannung weg", so der Bürgermeister. Seit drei Jahren gibt es die Auflage, dass Oberflächenwasser auf dem Grundstück versickern muss, weshalb etwa Garagenzufahrten mit wassergebundener Decke (Pflaster, Rasenflächen mit Fahrspuren) zu versehen sind. "Wenn Garagen zusammen gebaut werden, dürfen keine Zelt- oder Walmächer gebaut werden", fordere laut Bürgermeister das Bauamt. Letztlich votierten alle Markträte für die Änderung des Bebauungsplans.

Einiges gespart

Ja hieß es auch bei der Bündelausschreibung zur Strombeschaffung für die Jahre 2017 bis 2019. "Bei der letzten Ausschreibung ist der Strom um einiges billiger geworden. Es hat sich gelohnt", wusste das Gemeindeoberhaupt. Der Bayerische Gemeindetag unterstütze mit einer Ausschreibung für ganz Bayern. Die Markträte entschieden sich erneut für Normalstrom, da Ökostrom um bis zu 2,5 Cent teuerer sei.
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