Schock nach Meisel-Verletzung

Stefan Meisel (vorne) fehlt dem SV Mitterteich nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch schon seit vielen Monaten. Aber der Landesligist spielte eine gute Saison und schloss das Jahr als Achter ab. Bild: Cyris

November vergangenen Jahres Stefan Meisel in Etzenricht einen komplizierten Schien- und Wadenbeinbruch zuzog, herrschte beim SV Mitterteich eine Art Schockstarre. Im Angriff entstand beim Fußball-Landesligisten eine riesige Lücke. Aber trotzdem wurde die Saison mit Platz acht abgeschlossen.

Mitterteich. (cy) Das Team von Trainer Reinhold Schlecht, er betreut den SV Mitterteich auch in der Saison 15/16, schien nach dem Ausfall von Meisel am Boden zerstört zu sein. Im Angriff war eine nicht zu schließende Lücke entstanden. Aber die Truppe riss sich zusammen, fightete, was das Zeug hielt und kam zu keinem Zeitpunkt mit den Gefahrenplätzen in der Liga in Berührung.

Knüller gegen Weiden?

"Grundsätzlich kann der gesamte Verein stolz auf diese Mannschaft sein. Wir sind alle sehr zufrieden. Trotz unseres dünnen Kaders konnten wir uns behaupten", sagt Vereinschef Roland Eckert zurückblickend. Das Team habe eine klasse Saison gespielt. Bei etwas mehr Glück wäre sogar noch mehr möglich gewesen. "Aber wir dürfen nicht vergessen, dass mit Frantisek Nedbaly und Stefan Meisel zwei Leistungsträger nicht zur Verfügung standen", so Eckert. "Aber wir haben uns für die erste BFV-Pokalhauptrunde qualifiziert. Es gibt, so wie es aussieht, ein Duell gegen den Bayernligisten SpVgg SV Weiden. Und das ist ein echter Knüller." Auch Trainer Reinhold Schlecht ist zufrieden: "Wir sind mit der Vorgabe Nichtabstiegsplatz gestartet und sind immerhin als Achter ins Ziel gekommen. Es gab Höhen und Tiefen. Die Tiefen haben wir aufgefangen und sind stabil geworden." Der Mitterteicher Coach kam bei seiner Saisonanalyse zu der Erkenntnis: "Die Landesliga Mitte war ausgeglichener besetzt als in der Serie 13/14. Fünf Mannschaften sind vorneweg marschiert. Die Teams von Platz sechs bis 14 waren sich ebenbürtig." Von Stefan Meisel konnte Schlecht schon Positives berichten. "Stefan ist ein ehrgeiziger Fußballer. Im Moment absolviert er kleinere Übungseinheiten. Ich soll ihn bremsen, wenn er sich zu viel vornimmt, hat er gesagt. Vielleicht kehrt er bereits im Oktober ins Aufgebot zurück."

Nicht so gut sei das Training gelaufen, berichtet Schlecht: "Wir mussten unter richtig schlechten Bedingungen arbeiten. Ein echtes Mannschaftstraining war gar nicht möglich. Beruf, Schule und Studium lassen so etwas bei uns einfach nicht zu. Die Jungs bleiben dem Training nicht absichtlich fern, es geht einfach nicht anders. Ob wir dieses Problem jemals in den Griff bekommen, bezweifle ich." Der Coach blickt schon auf die neue Serie voraus. Für ihn ist die Liga nicht schwächer geworden. "Neumarkt, Tegernheim, Fortuna Regensburg, Bad Abbach und einige weitere Clubs rüsten zur Zeit mächtig auf. Sollen sie nur. Wir können an einem guten Tag jedem Gegner Probleme bereiten."

Beim SV bleiben alle Stammspieler an Bord. Schlecht: "Das spricht für das gute Gefüge im Verein."
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