Schönes Ortsbild als Anliegen

Der Nachwuchs gibt Anlass zur Freude. Die jungen "Gartler" sind mit Feuereifer bei der Sache. Auch sonst läuft es im Verein gut, wie die arbeitsreiche Bilanz unter Beweis stellt.

Es hat sich wieder Einiges getan beim Gartenbau- und Ortsverschönerungsverein Schöngras/Kölbldorf. Der Schulungsraum im Feuerwehr-Gerätehaus war bis auf den letzten Platz besetzt, als Vorsitzende Sabine Hochmuth auch Bürgermeister Hans Frankl und Kreisfachberaterin Heidi Schmid zur Jahreshauptversammlung begrüßte. Schon zu Beginn ihrer Ausführungen wurde klar, dass den Mitgliedern ein voller Terminkalender präsentiert wurde. So erinnerte die Sprecherin unter anderem an die verschiedenen Bastelabende, den Besuch der Landesgartenschau in Deggendorf sowie an die Arbeitseinsätze, die das Ortsbild von Schöngras verschönerten. Erfreut zeigte sie sich über das Abschneiden der drei gemeldeten Anwesen beim Blumenwettbewerb des Kreisverbandes. Mit sichtlichem Stolz berichtete sie über die Aktivitäten der Jugendgruppe "Naturkids", die mittlerweile auf 19 Interessierte angewachsen sei. Sie stellten somit über 20 Prozent der Vereinsmitglieder. Mit Bastelaktionen führt man den Nachwuchs spielerisch an den schonenden Umgang mit der Natur heran.

Bauhof entlastet

Bürgermeister Hans Frankl dankte für die Übernahme der Pflege der öffentlichen Grünanlagen. Hiermit werde der örtliche Bauhof sehr entlastet. Positiv äußerte er sich über das Engagement bei der Jugendarbeit. Kreisfachberaterin Heidi Schmid referierte zur Thematik "Friedhofgestaltung und Grabbepflanzung". Sie betonte, dass Friedhöfe Zeichen unserer Kultur und Orte des Innehaltens, der Stille sowie der Trauer seien, innerhalb einer Gemeinde aber auch der sensibelste und umstrittenste Bereich. Zum Einen sei er ein sehr privater Bereich und auf der anderen Seite eine öffentliche Grünanlage.

Die Urnen-Problematik

Das Ziel, den Charakter der Anlage zu erhalten, aber auch gleichzeitig Raum für individuelle Wünsche zuzulassen, sei nicht immer leicht zu realisieren, so die Sprecherin. Seit geraumer Zeit befinde sich die Bestattungskultur im Umbruch. Das frühere Einerlei sei von einer neuen Gestaltung der Wege mit Sitzbänken, die zum Verweilen einladen, abgelöst worden.

Die Friedhofsträger würden vor neue Herausforderungen gestellt, da christliche Bräuche am schwinden seien und sich die Vielfalt an Religionsgemeinschaften auch im Friedhof widerspiegele. Immer mehr würden Urnenbestattungen in den Vordergrund rücken, doch die Urnenwände hätten sich mittlerweile als problematisch herausgestellt. Sie seien aufwendig im Unterhalt . "Was passiert mit der Urne, wenn die Nutzungsdauer in der Urnenwand abgelaufen ist? Wo werden dann die sterblichen Überreste gelassen?", stellte sie in den Raum.

Diesen Problemen trete man mittlerweile mit pflegeleichten Urnenerdgräbern entgegen, in denen die verstorbenen in sogenannten "Urnen aus flüssigem Holz" bestattet würden.

Zum Thema "Grabgestaltung" empfahl die Referentin eine Untergliederung der Fläche in Dauer- und Wechselbepflanzung. Die Bepflanzung eines Grabes solle nicht nur schön, sondern auch symbolträchtig gestaltet werden. Sie erläuterte die Symbolik einzelner Pflanzen.
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