Schönheitskur für die Stadt

Jedes Jahr wieder muss sich der Stadtrat mit dem Jahresantrag für das Städtebauförderungsprogramm beschäftigen. Mit auf der Liste der Bitten um Fördergelder standen diesmal jedoch echte "Promis", nämlich neben dem Rathaus auch so "Schandflecken" wie der kaputte Ruderstadel.

Lediglich eine Planungsformalie, um die Gelder zu sichern, aber dennoch wichtig, ist der vom Stadtrat einstimmig verabschiedeten Jahresantrag für das Städtebauförderungsprogamm 2015 bis 2018. Die Fortschreibung der städtebaulichen Voruntersuchungen im Zuge eines "Integrierten Städtebaulichen Handlungskonzeptes" wurde 2010 begonnen und vom Stadtrat im April 2013 beschlossen.

Den Bedarf ermittelt

Insbesondere Maßnahmen im sozialplanerischen Bereich, Handel, Versorgung, Gastronomie und Tourismus, einige laut Bürgermeister Neuß "in hoffnungsvoller Erwartung", flossen in die Bedarfsermittlung ein.

Für die beantragte Gesamtmaßnahme Sanierungsgebiet Altstadt liegen die voraussichtlichen förderfähigen Gesamtkosten bei insgesamt 2 991 000 Millionen Euro, die sich aber durchaus noch nach oben bewegen können. Im Sanierungsgebiet I sind unter den angemeldeten Einzelmaßnahmen in Vorbereitung die Neugestaltung "Untere Vorstadt" (Rahmenplanung und Konzeptentwicklung) mit voraussichtlich förderfähigen 100 000 Euro und die Obere Vorstadt mit 50 000 Euro ausgewiesen. Jeweils 50 000 Euro sind im Programmjahr 2015 vorgesehen. Bewilligt sind unter den Ordnungsmaßnahmen 750 000 Euro für den inzwischen abgeschlossenen Ausbau der Kirchstraße einschließlich eines Abschnitts Oberer Torplatz. An Planungskosten für die Fortführung der Altstadtsanierung mit Zwingergasse und Bachgasse sind 60 000 Euro für 2015 vorgesehen. Für Baumaßnahmen sieht das kommunale Förderprogramm an förderfähigen Kosten 200 000 Euro vor, davon 50 000 im Jahr 2015.

Voraussichtlich förderfähige 100 000 Euro sind für den Abbruch des Ruderstadels und Gestaltung des Umfeldes angeführt, weitere 100 000 Euro bei geschätzten Gesamtkosten von 300 000 Euro für Sanierung "Oberer Marktplatz 18" sowie 800 000 Euro für die Rathaus-Sanierung mit einem Gesamtkostenaufwand von 1,2 Millionen Euro.

Die geschätzten Gesamtkosten für die Planung zur Sanierung des "Vollhannturmes" liegen bei 250 000 Euro, die Neugestaltung und Sanierung des Torturmes in Michelfeld wird mit 200 000 Euro beziffert.
Weitere Beiträge zu den Themen: Auerbach (9489)Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.