Schon als Kind für Klostergeschichte interessiert

Dass Pfarrer Hans Josef Bösl mit der Geschichte der Klöster in Speinshart und Tepl bestens vertraut ist, ist kein Zufall: Sein Großvater war mit dem Tepler Abt Gilbert Helmer, der von 1900 bis 1944 amtierte, gut bekannt und hatte zudem von einer unverheirateten Schwester einen Bauernhof in Seitenthal geerbt.

Dort erlebte Hans Josef Bösl auch das Kriegsende. "Das Kloster war damals von deutschen Panzern umgeben, die den Ort bis zum Letzten verteidigen sollten. Das hätte die völlige Zerstörung des Klosters bedeuten können. Prior Gereon Motyka erreichte aber durch Verhandlungen in letzter Minute den Abzug der Panzer."

Bösl hatte damals allerdings auch vom Schicksal des Speinsharter Paters Augustin Hilburger erfahren. Der Ortsgeistliche (Expositus) von Oberbibrach kam beim amerikanischen Beschuss des Dorfes am 19. April 1945 ums Leben, als er Löscharbeiten an brennenden Scheunen organisierte: "Diese frühkindlichen Erlebnisse haben mich für die Geschichte des Prämonstratenserordens und seiner Stifte sensibilisiert." (bjp)
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