Schon ein Schlüsselspiel

5 Punkte aus 5 Spielen und damit Tabellenplatz 10, das ist die sicher nicht zufriedenstellende Bilanz der SpVgg SV Weiden in der Bayernliga Nord. Am Samstag um 18 Uhr steht nun schon ein Schlüsselspiel der noch jungen Spielrunde im Sparda-Bank-Stadion an.

Weiden. (ssl) Gegner ist der SV Alemannia Haibach, direkter Tabellennachbar auf Platz 9 und einen Punkt besser gestellt als die Mannschaft von Trainer Tomás Galásek.

Eine Niederlage in einem Derby ist immer schmerzhaft. Die 0:1-Niederlage der SpVgg SV Weiden am Mittwoch bei der SpVgg Bayern Hof kann man aber sicher in die Kategorie doppelt bitter einordnen. Zum einen, da die Wasserwerk-Elf über das Gros der Spielzeit die bessere Mannschaft war, aber zu fahrlässig mit ihren vorhandenen Chancen umgegangen ist. "Wir haben kein schlechtes Spiel gezeigt, aber wir müssen da auch irgendwann das Tor machen. Wir machen nicht viele Fehler, aber die, die wir machen, werden sofort bestraft. Die Jungs müssen den Kopf freibekommen, dann werden wir schon gegen Haibach den Schalter umlegen," blickt Galásek nach vorne.

Zum anderen wäre ein Sieg Gold wert gewesen, um in der Tabelle nach vorne weiter ein Wort mitzureden. Der Kontakt zu den ersten Plätzen ist nun erst einmal abgerissen, eher sollte der Blick, bei nur zwei Punkten Vorsprung auf den Tabellenvorletzten VfL Frohnlach, wohl nach unten gehen. So setzt Galásek in dieser Phase nun auch merklich mehr auf Erfahrung. Matthias Heckenberger stabilisierte das defensive Mittelfeldzentrum bei seinem Startelfdebüt recht ordentlich und auch Rafael Wodniok und Kapitän Thomas Wildenauer konnten nach ihren Einwechslungen Akzente setzen. Dass von den jungen Akteuren dann nur Florian Reich eingewechselt wurde ist für den Tschechen nur logisch: "Ich darf die jungen Spieler nicht verheizen. Diese haben viel gespielt und brauchen auch ihre Pausen."

So darf also auch die Unerfahrenheit am Samstagabend am Weidener Wasserwerk keine Ausrede mehr sein. Auch der Gegner ist mit dem SV Alemannia Haibach eigentlich ein Spielpartner, der den Weidener gelegen kommt. So konnten die Grün-Weißen von Trainer Klaus Hildenbeutel nach ihrem Aufstieg 2012 in vier Duellen keinen einzigen Punkt gegen die Oberpfälzer ergattern. Das Saisonziel bei den Unterfranken nach einem großen Umbruch mit etlichen Zu- und Abgängen ist der Klassenerhalt und hier liegt man aktuell auf dem gleichen Kurs wie vergangene Saison, die mit Platz 12 abgeschlossen wurde. Der gefährlichste Akteur auf Seiten der Gäste ist Kapitän Johannes Christian Breuning, der letzte Saison 24 der insgesamt 43 Haibacher Bayernligatore erzielte und damit Platz zwei der Torschützenliste belegte.

Bei den Weidenern sind Matthias Heckenberger und Marcel Busch (beide Knöchelverletzungen) etwas angeschlagen. Sicher fehlen werden lediglich die Langzeitverletzten Marco Kießling und Tobias Plößner.
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